Mehr als 1000 Menschen von Zerstörungen betroffen
Israel darf Häuser im Gazastreifen zerstören

Am Sonntag hat das Oberste Gericht die Zerstörung von Häusern im palästinensischen Flüchtlingslager Rafah gebilligt. Eine einstweilige Verfügung wurde aufgehoben.

HB BERLIN. Das höchste israelische Gericht hat am Sonntag einen Antrag abgelehnt, der die Zerstörung palästinensischer Häuser im Gazastreifen an der Grenze zu Ägypten verbieten sollte. Das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte in Gaza hatte beantragt, dass die israelische Armee Häuser im Flüchtlingslager Rafah nicht angreifen dürfe.

Noch am Samstag hatten israelische Medien gemeldet, das Gericht habe eine einstweilige Verfügung erlassen, die die Zerstörung stoppen solle. Diese wurde mit Verkündung der Entscheidung am Sonntag aufgehoben.

Nach Angaben des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) wurden in dem Gebiet bislang schon fast 100 Häuser zerstört, in denen 206 Familien lebten. Von den Zerstörungen seien 1064 Menschen betroffen, sagte ein Sprecher des Hilfswerks.

Die israelische Regierung begründete die Zerstörung der Gebäude damit, dass sich dort palästinensische Angreifer verschanzt hielten, um israelische Soldaten zu attackieren, die zwischen dem Gazastreifen und Ägypten patrouillierten.

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