Mehr als 40 Tote bei US-Offensive
Blutige Schlacht um Falludscha

Der Sturm auf die Rebellenhochburg Falludscha ist in vollem Gange. Nachdem US-Marines und irakische Soldaten erste Erfolge vermelden konnten, ist es Aufständischen nach eigenen Angaben gelungen, Gefangene zu machen. Aus der Stadt wurden am Abend heftige Gefechte und Explosionen gemeldet.

HB BAGDAD/WASHINGTON. An der Offensive, die nach Angaben des Weißen Hauses von US-Präsident George W. Bush persönlich mitentschieden wurde, sind nach Angaben des Befehlshabers der US-Koalitionstruppen im Irak, General George Casey, insgesamt rund 15 000 amerikanische und irakische Soldaten beteiligt. Sie sollen bereits erste Schlüsselstellungen eingenommen haben. Nach ersten Berichten kamen bei den Kämpfen und US-Luftangriffen mehr als 40 Menschen ums Leben.

Die wichtigste Aufgabe der Offensive sei es, Sicherheit vor den im Januar geplanten Wahlen im Irak zu schaffen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, in Washington. Terroristen und Aufständische lehnten eine politische Lösung ab und versuchten, Angst, Chaos und Zerstörung zu verbreiten. Die einzige Lösung sei deshalb, gegen diese Kräfte in die Offensive zu gehen. Auch der britische Premierminister Tony Blair bewertete die Offensive als notwendige Maßnahme im Kampf gegen den Terrorismus.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte in Washington, es könne nicht länger hingenommen werden, dass eine Gruppe von Menschen das irakische Volk auf dem Weg zu einer freien und friedlichen Gesellschaft durch Gewalt tyrannisiere und einschüchtere. Es sei alles versucht worden, das Problem Falludscha politisch zu lösen. Nun sei die Zeit gekommen, Ruhe und Ordnung herzustellen. „Wir werden nicht aufhören, bevor die Aufgabe erfüllt ist.. ., hundertprozentig“. US-Generalstabschef Richard Myers zeigte sich zuversichtlich, dass die amerikanischen und irakischen Truppen den Kampf um Falludscha gewinnen werden. „Wir werden erfolgreich sein“, sagte er. Ob sich der jordanische Topterrorist Abu Mussab al-Sarkawi in der westirakischen Stadt aufhält, ist nach Angaben des Pentagon-Chefs unklar.

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