Mehr als 60 US-Tote seit Kriegsende
Wieder Angriffe auf US-Soldaten im Irak

Seit Ende der größeren Kampfhandlungen im Irak Anfang Mai sind dort mehr als 60 US-Soldaten ums Leben gekommen. Das berichteten amerikanische Medien am Sonntag.

HB/dpa WASHINGTON/BAGDAD. Der US- Zivilverwalter im Irak, Paul Bremer, sprach von „mindestens 30“ Toten auf Seiten der Alliierten. Auch am Wochenende rissen die Angriffe auf US-Soldaten nicht ab. Bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi in Bagdad wurden am Sonntagmorgen wurden zwei Amerikaner verletzt, ein irakischer Zivilist starb.

Der arabische Fernsehsender El Dschasira meldete zwei weitere Zwischenfälle nahe den westirakischen Städten Kaim und Falludscha. Bei Kaim sei am Sonntag ein US-Militärkonvoi attackiert worden. Dabei sei ein Iraker getötet worden. In der Unruhestadt Falludscha griffen Iraker einen US-Kontrollpunkt an. Augenzeugen berichteten El Dschasira, ein Panzer sei ausgebrannt. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Am Samstag waren die Leichen von zwei vermissten US-Soldaten in der Ortschaft El Tadschi rund 20 Kilometer nördlich von Bagdad entdeckt worden. Nach Informationen des Nachrichtensenders CNN ist es offensichtlich, dass die beiden Soldaten nicht bei einem Unfall ums Leben kamen. Nach Angaben des US-Zentralkommandos ist die Todesursache aber noch unklar. Die beiden 27 und 37 Jahre alten Soldaten waren am Mittwoch bei Balad nördlich von Bagdad mit ihrem Geländewagen unterwegs gewesen, als der Kontakt zu ihnen abbrach.

Die Zahl der im Irak getöteten US-Soldaten hat sich mit dem Fund der beiden Leichen auf mehr als 200 erhöht, wie US-Medien berichteten. Allein in der vergangenen Woche starben sechs US- Soldaten im Irak. Seit dem 1. Mai, als US-Präsident George W. Bush die größeren Kampfhandlungen für beendet erklärt hatte, sind mehr als 60 US-Soldaten ums Leben gekommen, davon mindestens 20 infolge von Angriffen.

Bremer bezifferte die nach Ende der Kriegshandlungen getöteten Besatzungssoldaten auf „mindestens 30“. Bedauerlicherweise müsse man diese Opfer in Kauf nehmen. Es gebe jedoch „keine strategische Bedrohung“ für die Besatzungsmächte, sagte Bremer der britischen BBC. Die bislang fehlgeschlagene Festnahme oder Tötung des früheren irakischen Staatschefs Saddam Hussein behindere die Bemühungen, das besetzte Land zu kontrollieren. Bremer sagte jedoch, die Aussichten seien „sehr gut“, Saddam gefangen zu nehmen.

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