Mehr Gelder für den Geheimdienst
Niederlande wollen stärker gegen Islamisten vorgehen

Die holländische Regierung hat nach dem Mord an Filmemacher van Gogh ein härteres Vorgehen gegen islamische Extremisten angekündigt. Terrorverdächtige sollen abgeschoben werden.

HB BERLIN.

Nach dem Mord an Regisseur Theo van Gogh hat der stellvertretende niederländische Ministerpräsident Gerrit Zalm ein härteres Vorgehen gegen islamische Extremisten angekündigt. Die Radikalisierung unter Islamisten sei stärker als bisher angenommen, sagte er am Freitag in Den Haag. Laut Zalm erwägen die Behörden unter anderem, Terrorverdächtigen mit doppelter Staatsangehörigkeit die niederländische Staatsbürgerschaft zu entziehen und sie abzuschieben. Nach Angaben von Zalm sollen außerdem die Mittel für den Geheimdienst aufgestockt werden.

Die Ermordung van Goghs am Dienstag in Amsterdam hat laut ersten Ermittlungen der Behörden einen islamistischen Hintergrund. Die Staatsanwaltschaft stufte den Mord am Freitag als terroristische Tat ein. In Zusammenhang mit dem Tod van Goghs wurden neun Personen festgenommen, zwei von ihnen sind mittlerweile wieder frei.

Der 26-jährige Hauptverdächtige, der sowohl die niederländische als auch die marokkanische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde am Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Er soll in mindestens sechs Punkte angeklagt werden, sagte der leitende Staatsanwalt Leo de Wit am Freitag in Amsterdam. Neben Mord werde Mohammed B. auch die «Teilnahme an einer kriminellen Organisation mit terroristischen Grundzügen» zur Last gelegt. Er habe bislang die Aussage verweigert.

Bei den übrigen sechs Inhaftierten handelt es sich laut de Wit ebenfalls um Personen nordafrikanischer Herkunft.

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