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Vogelgrippevirus H5N1 in Rumänien bestätigt

Das gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 rückt immer näher: Am Samstag wurde es für Rumänien nachgewiesen, zwei Tage nachdem es in der Türkei entdeckt wurde. Das habe ein Virustest im britischen EU-Referenzlabor bestätigt, teilte Rumäniens Landwirtschaftsminister Gheorghe Flutur am Samstag mit.

HB BUKAREST/HAMBURG. Dort waren am Freitag die Proben von verendeten Hausenten aus dem Dorf Ceamurlia de Jos im Süden des Donaudeltas untersucht worden. Das Virus H5N1 ist im Gegensatz zu anderen Vogelgrippe-Erregern auch für Menschen bedrohlich. In der Hauptstadt Bukarest beriet am Samstag ein Krisenstab über Maßnahmen für die betroffene Region.

In Deutschland besteht wegen der Vogelgrippe nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) kein Grund zur Panik. „Wer in der Türkei oder Rumänien ist, soll Geflügelmärkte meiden, kein rohes Fleisch essen und Tiere vor allem nicht nach Deutschland einführen. Dann ist die Gefahr sehr gering“, sagte sie der „Neuen Presse“ in Hannover vom Samstag. Bei den Einfuhrkontrollen, die am Freitag noch einmal für Flughäfen verschärft wurden, beschlagnahmten Zollbeamte zum Beispiel in München Eier und andere tierische Produkte, lebende Vögel wie sie bereits in Düsseldorf entdeckt wurden, waren jedoch nicht dabei, hieß es am Samstag.

Die Bundesländer sollen dem Bundesverbraucherministerium zufolge Risikogebiete einer möglichen Virenübertragung durch Zugvögel bestimmen und dort den Kontakt infizierter Zugvögel mit Geflügel durch Freilaufverbote verhindern. Einige Bundesländer haben bereits derartige Verbote erlassen. Der verantwortliche Fachausschuss der EU hatte die 25 Mitgliedstaaten am Freitagabend aufgefordert, in ihren Risikogebieten für eine Trennung von Wildvögeln und Geflügel zu sorgen. Bis zum 5. November müssen die EU-Länder Brüssel über ihre Maßnahmen informieren. Die EU-Kommission hat ein Importverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus Rumänien und der Türkei verhängt.

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