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30.06.2008 
35 Rebellen bei Kämpfen getötet

Mehr Nato-Soldaten in Afghanistan getötet als im Irak

Im Juni wurden in Afghanistan laut der Nachrichtenagentur AP mindestens 44 Soldaten der Nato - oder US-Truppen getötet, im Irak 30 internationale Soldaten. Damit ist der Juni der zweite Monat in Folge, in welcher der Krieg in Afghanistan mehr Nato-Soldaten das Leben kostete als der Irakkrieg.

Flagge im deutschen ISAF-Hauptquartier in Masar-i-Sharif. Der Krieg in Afghanistan fodert der internationalen Gemeinschaft einen immer höhen Blutzoll ab. Foto: rtrLupe

Flagge im deutschen ISAF-Hauptquartier in Masar-i-Sharif. Der Krieg in Afghanistan fodert der internationalen Gemeinschaft einen immer höhen Blutzoll ab. Foto: rtr

HB KABUL. Erst am Montag waren zwei deutsche Soldaten nahe der nordafghanischen Stadt Kundus in eine Sprengfalle geraten, zwei wurden dabei leicht verletzt. Die meisten Toten waren im Juni im Süden und im Osten des Landes entlang der unruhigen pakistanisch-afghanischen Grenze zu beklagen. Die Truppen dort wurden zuletzt noch verstärkt, womit mehr Soldaten den Angriffen der Taliban aus dem Grenzgebiet ausgesetzt sind. Die Angriffe der islamischen Extremisten nehmen immer mehr zu und werden zudem raffinierter: Im Juni kamen bei vier Angriffen je vier Soldaten ums Leben, zuvor hatte kein Angriff seit vergangenem August mehr als drei Soldaten auf einmal getötet.

Bei einem Militäreinsatz im Südwesten des Landes töteten US-Streitkräfte in einem kombinierten Luft- und Bodeneinsatz 28 Rebellen, wie der Gouverneur der Provinz Nimros, Ghulam Dastagir Asad, am Montag mitteilte. Die US-Streitkräfte sprachen nur von "mehreren" getöteten Rebellen. Sieben weitere Aufständische seien bei einem gemeinsamen Einsatz mit pakistanischen Truppen im Grenzgebiet getötet worden, erklärte die Nato.

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