Mehrere Anschläge im ganzen Land: Mehr als 40 Tote bei Anschlägen im Irak

Mehrere Anschläge im ganzen Land
Mehr als 40 Tote bei Anschlägen im Irak

Begleitet von starken Sicherheitsmaßnahmen hat im Irak der Höhepunkt des Aschura-Festes begonnen. Bei Selbstmordanschlägen starben Dutzende Menschen.

HB BERLIN. Nach den Anschlägen auf schiitische Moscheen mit vielen Toten am Freitag haben im Irak auch am Samstag Selbstmord-Attentäter Dutzende Menschen mit in den Tod gerissen. In Bagdad zündete ein Täter seinen Sprengsatz neben einem Zelt, das für schiitische Gläubige neben einer Moschee im Westen der Stadt errichtet worden war. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, zahlreiche wurden verletzt.

Ein zweiter Selbstmordattentäter griff eine Armeepatrouille vor dem Verwaltungsgebäude des Gouverneurs der Stadt Bakuba an. Er riss mit der Autobombe einen Soldaten und einen Zivilisten mit in den Tod.

Einer der folgenreichsten Anschläge ereignete sich im 30 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Latifija. Dort explodierte eine Autobombe neben einem Kontrollposten der irakischen Streitkräfte. Neun Soldaten wurden dabei getötet.

Im Nordwesten von Bagdad versuchte ein Selbstmordattentäter, einen Anschlag auf eine Gruppe von Nationalgardisten auszuüben. Dies schlug aber fehl, weil der Mann sich zu früh in die Luft sprengte.

Am Nachmittag sprengte sich ein Mann in einem vollbesetzten Bus im Schiiten-Viertel von Bagdad in die LUft. Mindestens fünf Menschen kamen dabei ums Leben. 22 Passagiere wurden verletzt. Vor dem Anschlag lieferten sich laut Augenzeugen irakische Sicherheitskräfte und US-Soldaten ein Feuergefecht. Während die Sicherheitskräfte das Gebiet abriegelten, sei der Attentäter in den Bus gestürmt.

Bei weiteren kleineren Angriffen im Irak kamen laut dem Verteidigungsministerium ebenfalls Menschen ums Leben. Insgesamt bezifferte ein Mitarbeiter des Ministeriums die Zahl der Toten am Samstag auf 42.

In der Stadt Kirkuk ermordete eine Gruppe von Bewaffneten den hohen kurdischen Geistlichen Mullah Mohammed Rustum. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hatten am Samstagmorgen die Hauptfeiern zum schiitischen Aschura-Fest begonnen. Die Schiiten gedenken des Märtyrertodes ihrer spirituellen Leitfigur Imam Hussein vor mehr als 1300 Jahren.

In der Stadt Kerbela werden im Laufe des Tages Hunderttausende Gläubige erwartet. Rund 2000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, um die Pilger zu schützen. Im vergangenen Jahr waren bei Anschlägen während des Aschura-Festes rund 180 Menschen getötet worden.

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