International

_

Mehrere Explosionen: Dutzende Tote an syrischer Universität

Mindestens 52 Menschen sollen bei Explosionen auf dem Universitätsgelände in Aleppo getötet worden sein. Außerdem wurden dutzende Menschen verletzt. Das Staatsfernsehen spricht von einem Terroranschlag.

Das Universitätsgelände von Aleppo nach den Explosionen. Quelle: AFP
Das Universitätsgelände von Aleppo nach den Explosionen. Quelle: AFP

BeirutBei zwei Explosionen auf dem Gelände einer syrischen Universität sind am Dienstag der Opposition zufolge mindestens 52 Menschen getötet worden. Dutzende Menschen wurden verletzt, wie die Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte unter Berufung auf Aussagen von Ärzten und Studenten mitteilte. Die Ursache der Explosionen in der Stadt Aleppo war zunächst nicht klar. Regierung und Oppositionelle machten sich gegenseitig verantwortlich.

Anzeige

Das staatliche Fernsehen sprach von einem Anschlag von Terroristen. So bezeichnet die Regierung in Damaskus in der Regel die Aufständischen, die seit fast zwei Jahren versuchen, Präsident Baschar al-Assad zu stürzen. Auf den Fernsehbildern waren mindestens eine auf der Straße liegende Leiche sowie mehrere brennende Autos zu sehen. Ein Gebäude wurde beschädigt. Die staatliche Nachrichtenagentur meldete, die Explosion habe sich am ersten Tag der Universitätsprüfungen ereignet.

Syrienkonflikt Russland fordert politischen Übergangsprozess

Das würde auch für die Aufarbeitung der Bürgerkriegsverbrechen gelten.

In Aleppo herrscht nach monatelangen Kämpfen ein Patt zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Die Stadt ist praktisch geteilt. Die Universität liegt in dem von den Regierungskräften kontrollierten Gebiet. Dort gehen die Rebellen mit Autobomben und Selbstmordanschlägen gegen die Regierungskräfte vor.

  • 18.01.2013, 00:17 UhrKamich

    >>>Das staatliche Fernsehen sprach von einem Anschlag von Terroristen. So bezeichnet die Regierung in Damaskus in der Regel die Aufständischen, die seit fast zwei Jahren versuchen, Präsident Baschar al-Assad zu stürzen.<<< und
    >>>Dort (im Viertel der Universität) gehen die Rebellen mit Autobomben und Selbstmordanschlägen gegen die Regierungskräfte vor.<<<
    Ich habe den Eindruck, einige Journalisten sind etwas
    verunsichert mit der Darstellung Rebellen--Terroristen !
    Da es sich bei dem Anschlag auf die UNI wohl kaum um
    Regierungsoldaten handelte frage ich mal unverschämt :
    bei einem vergleichbaren Anschlag in Israel hätte man
    Skrupel die Bösewichte beim Namem zu nennen ? Könnte es
    sein dass man das Feindbild ein wenig korrigieren muss ?

  • 17.01.2013, 00:41 Uhrroxsi

    Daß die westliche Propaganda gegen Assad einen völlig anderen Hintergrund hat als uns suggeriert wird, pfeifen längst die Spatzen von den Dächern. In Syrien geht es so wenig um Assad wie es im Irak um Saddam Hussein und in Libyen um Gaddafi ging. Was da aktuell abläuft, ist nichts als Geopolitik zur Erlangung weiterer Macht über Ressourcen und strategische Bereiche. Hätten Russland und China im Weltsicherheitsrat sich nicht vor Syrien gestellt, wäre es längst genauso plattgemacht wie alle anderen Spielwiesen der Kriegstreiber und Weltbeherrschenwoller.Ich empfehle den newsletter von syrianfreepress zu abonnieren und sich dort über die wahren Vorgänge vorort zu informieren. Wer sich einen wachen und kritischen Geist bewahrt hat wird erkennen in wie hohem Maße wir von unseren Politikern und den Medien belogen werden.

  • 16.01.2013, 12:18 UhrInSchuldverschlungen

    Wenn das Universitätsgebäude in dem von Regierungstruppen kontrolliertem Gebiet liegt: warum sollten diese dann dort einen Sprengstoffanschlag verüben.
    Die "oppositionellen" Rebellen sind zu ca. 90/95 % islamistische Terrorbrigaden aus dem Ausland.Für diese ist die multikulturelle / multireligiöse Gesellschaft Syriens ein Unding.
    Deshalb kann die westliche Machtelite diese für sich einspannen und kommt der Einkreisung Rußlands und Chinas näher.
    "Die Rohstoffe Rußlands gehören der ganzen Welt" - wobei diese Meinung aus der amerikanischen Machtelite (M.Albright) eher zum Ausdruck bringt: diese gehören uns Wenigen und unsere Kombinate sollten dort abräumen dürfen.
    Ja, nicht war, wo kämen wir denn hin wenn der Wohlstand bei den Russen ankäme, so wie das Gaddafi für Libyen und Afrika geleistet hat.
    Soetwas eliminieren dann die großen globalen Plünderer im Namen von Freiheit und Demokratie.
    Mögen immer mehr Menschen begreifen, wer die dunkle Seite der Macht ist und die Unterdrückung von Entwicklung und Wohlstand der Menschheit - auch durch das Schuldgeldsystem - betreibt.

  • Die aktuellen Top-Themen
Die Koalition der (Un)willigen – Teil III: Stille Nato-Partner aus dem hohen Norden

Stille Nato-Partner aus dem hohen Norden

Militärisch ist Skandinavien zweigeteilt: Die neutralen Schweden und Finnen stehen den Nato-Mitgliedern Dänemark und Norwegen gegenüber. Weder Bündnistreue noch Neutralität sind dabei unerschütterlich.

Die Folgen von Ebola: „Schlimmer als Terrorismus“

„Schlimmer als Terrorismus“

Nicht nur die Menschen leiden unter den Folgen des tödlichen Virus Ebola – auch die Wirtschaft ist betroffen. Landwirtschaft und Bergbau in Westafrika liegen brach. Hilfsorganisationen warnen vor der nächsten Gefahr.

Afrika: Das Ausmaß der Ebola-Epidemie

Das Ausmaß der Ebola-Epidemie

Das Ebola-Virus fordert immer mehr Erkrankte und Todesopfer. Doch die Anzahl der Betroffenen ist in den Ebola-Gebieten ganz unterschiedlich. Liberia verzeichnet bisher die meisten Todesopfer.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International