Mehrere Nachbeben
Panik nach Tsunami-Warnung in Indien

Neuer Tsunami-Alarm und ein Ansteigen des Meeresspiegels haben an der indischen Küste massive Panik ausgelöst.

HB NEU-DEHLI. Der 48 Stunden lang geltende Flutwellen-Alarm für Tamil Nadu, Kerala, Pondicherry und die Inselgruppe Andamanen und Nikobaren wurde am Donnerstag vom indischen Innenministerium ausgelöst. Das Ministerium berief sich auf Experten-Warnungen vor einem starken Beben nahe Australien. Panik brach auch auf Sri Lanka aus und behinderte dort die Rettungsarbeiten. Die Behörden in Colombo schlossen eine neue Tsunami-Katastrophe aber aus und riefen zur Ruhe auf.

Ein Seebeben der Stärke 5,7 erschütterte die Region nordwestlich von Sumatra in der Nähe des Epizentrums des verheerenden Bebens vom Sonntag. Eine Messstation in Hongkong registrierte die Erdstöße um 5.18 Uhr Ortszeit (Mittwoch, 22.18 Uhr MEZ), weitere Erschütterungen wurden auch in Thailand und Birma gemeldet.

In Tamil Nadu und auf den Andamanen und Nikobaren wurde ein Ansteigen des Meeresspiegels beobachtet. Die Andamanen und Nikobaren wurden am Donnerstag erneut von vier Nachbeben erschüttert. Die Küstenbewohner in den betroffenen indischen Regionen wurden aufgerufen, sich zwei Kilometer vom Strand entfernt aufzuhalten. Auch das indische Innenministerium betonte, es gebe keinen Grund zur Panik. Trotzdem flohen tausende Menschen, von denen einige nach der Katastrophe vom Sonntag gerade erst wieder an die Küste zurückgekehrt waren. Verunsicherte Menschen kletterten auf Bäume und Hausdächer.Eine Fernsehreporterin aus Port Blair, der Hauptstadt der Andamanen und Nikobaren, sprach von „unglaublicher und vollständiger Panik“ auf den Straßen. Menschen um sie herum weinten. Auf dem indischen Festland wurden Dutzende Küstenabschnitte evakuiert, die Polizei sperrte Straßen ab. Augenzeugen an den indischen Stränden sprachen von gespenstischen Szenen.

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