Mehrere Tote in Ostukraine
Gefechte weiten sich auf Lugansk aus

Die Gefechte in der Ukraine weiten sich offenbar wieder auf das Gebiet Lugansk aus – zu beklagen gibt es mehrere Tote. Regierungstruppen und prorussische Separatisten kämpften weiter um den Flughafen von Donezk.
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DonezkInmitten heftiger Kämpfe im ostukrainischen Donezk weiten sich die Gefechte offenbar wieder auf das Gebiet Lugansk aus. Bei Artilleriebeschuss kamen dort innerhalb von 24 Stunden mindestens drei Zivilisten ums Leben, teilte die Gebietsverwaltung am Dienstag mit. In Donezk starben im selben Zeitraum vier Menschen bei Gefechten.

Regierungstruppen und prorussische Separatisten kämpften weiter um den Flughafen von Donezk. Das ukrainische Militär wehrte nach eigenen Angaben einen Angriff der Aufständischen ab. Auch in der Nähe der Orte Mariupol, Stschastje und Debalzewo gerieten Soldaten demnach unter Beschuss. Mindestens fünf Armeeangehörige wurden getötet, wie der Sicherheitsrat in Kiew mitteilte. Auch die Aufständischen berichteten von Toten in ihren Reihen.

Die Separatisten warfen dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko vor, gegen Absprachen für eine Beruhigung der Lage zu verstoßen. Poroschenko zögere die Unterzeichnung des Mitte September vom Parlament verabschiedeten Gesetzes über einen Sonderstatus der Ostukraine hinaus, kritisierte Separatistenführer Denis Puschilin.

Poroschenko entließ den Chef des ukrainischen Grenzschutzes, Nikolai Litwin. Er war in die Kritik geraten, weil Kiew die Kontrolle über Hunderte Kilometer Staatsgrenze an die Separatisten verloren hat.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mehrere Tote in Ostukraine: Gefechte weiten sich auf Lugansk aus"

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  • Herr Queri

    Keine Zeitung gelesen? Sie haben völlig recht. Doch der Anfang ist schon gemacht. Mit den Überwachungsdrohnen kommen - wenn auch wenige - bewaffnete deutsche Fallschirmjäger in die Ukraine. Dorthin wo auch die Wehrmacht schon mal war.

  • @ Black Market

    >> Ich denke, wir sollten die Menschen auf beiden Seiten des Konflikts nicht verteufeln. <<

    - Nun, auf einer Seite des Konfliktes ist eine Junta, die aus Schwerstartillerie, Jagdbombern, ballistischen Raketen auf Zivilisten und ihre Infrastruktur feuert.
    Unbeteiligte, unschuldige Menschen werden zerfetzt, verkrüppelt, vertrieben, ihre Lebensgrundlage wird mit Brachialgewalt vernichtet.

    - auf der anderen Seite sind Kriegsverbrecher, die das ganze veranstalten.

    Und Sie werfen "Beide Seiten" in einen Topf....?

    Unfassbar, wie man moralisch absinken kann !

    Und solche "Abgesunkenen " predigen der Welt noch irgend etwas von "Europäischen Werten".....?

  • @Herr Vittorio Queri

    "Wenn die KRIEGS-VERBRECHER erst als Flüchtlinge unterwegs sind, was glauben Sie , wo diese landen? Richtig, bei uns!"

    Also, so eine ukrainische Kriegsverbrecherfamilie mit Kindern wäre in meinem Haus jederzeit willkommen. Und für Waldi (Blondie?) würde ich auch noch einen Platz finden ;-)

    Ich denke, wir sollten die Menschen auf beiden Seiten des Konflikts nicht verteufeln. Diese sind nach meiner besten Überzeugung nämlich alle Opfer ihrer jeweiligen unfähigen politschen Kasten. Vielleicht können wir uns auf diese Formel verständigen, und hier im Wortkrieg einen Waffenstillstand bis Mitternacht vereinbaren...

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