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Mehrere Tote: Syrische Soldaten schießen wieder auf Demonstranten

Soldaten des syrischen Regimes haben bei Protesten am Freitag wieder auf Demonstranten geschossen und mehrere Menschen getötet. Die EU verhängte derweil Sanktionen gegen das Regierung von Baschar al-Assad.

In Syrien sind erneut tausende Demonstranten auf die Straße gegangen. Quelle: dapd
In Syrien sind erneut tausende Demonstranten auf die Straße gegangen. Quelle: dapd

Amman/DamaskusIn Syrien sind nach den Freitagsgebeten wieder Tausende Menschen mit Forderungen nach einem Rücktritt von Staatschef Baschar al-Assad auf die Straße gegangen. Assad reagierte wie in den vergangenen Wochen mit einem massiven Einsatz der Sicherheitskräfte, die in der Stadt Homs nach Berichten von Menschenrechtlern fünf Menschen töteten.

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Die EU hat inzwischen wegen Unterdrückung der Opposition eine Reihe von Sanktionen gegen die Regierung Syriens verhängt. Die Vertreter der 27 EU-Staaten einigten sich am Freitag in Brüssel auf ein Sanktionspaket, sagten Diplomaten. Dazu gehört ein Einreiseverbot gegen „rund ein Dutzend“ Personen. Diese sind nach Ansicht der EU-Staaten führend an der Verfolgung von Oppositionellen beteiligt. Syriens Präsident Baschar al-Assad stehe nicht auf der „schwarzen Liste“ der EU, hieß es.

Sofern die mit Einreiseverbot belegten Personen Vermögen in der EU haben, wird dieses Geld eingefroren. Außerdem verhängte die EU ein Waffenembargo. Die Sanktionen treten in Kraft, sobald sie Anfang kommender Woche offiziell im Amtsblatt der EU veröffentlicht worden sind.

In Homs riefen die Demonstranten: „Die Menschen wollen den Sturz des Regimes!“ Die syrische Opposition hatte für diesen Freitag zu Massenkundgebungen unter dem Motto „Tag der Ablehnung“ aufgerufen. Tausende Menschen demonstrierten auch in der nordwestlichen Provinz Idlib und in der Stadt Banias. Aus Dschabla im Norden Syriens, wo Frauen demonstrierten, wurde ebenfalls Gewehrfeuer gemeldet.

Auch in Tels wurden Schüsse auf Demonstranten abgefeuert. In der Hauptstadt Damaskus, wo der Staat ebenfalls mit Gewalt gegen die Protestierenden vorging, nahmen Geheimpolizisten Oppositionsführer Riad Seif fest.

Aus allen Teilen des Landes meldeten Menschenrechtler und Augenzeugen Demonstrationen gegen Assad. Protestiert wurde nach diesen Berichten in der süd-syrischen Stadt Dschassem oder in Amuda im Osten des Landes. Auch Tausende Kurden gingen auf die Straße. Die Demonstranten fordern einen tiefgreifenden demokratischen Wandel mit dem Rücktritt Assads sowie ein Ende des Machtmonopols der seit Jahrzehnten herrschenden Baath-Partei und die Auflösung der allmächtigen Staatssicherheit.

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