Mehrere Zwischenfälle
Usbekistan: Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag

Bei einem Selbstmordanschlag sind am Montag in der an Afghanistan grenzenden Republik Usbekistan mindestens drei Polizisten getötet worden. Eine Frau sprengte sich auf einem Markt der Hauptstadt Taschkent in die Luft. Aus der Provinzstadt Buchara wurden zwei weitere Anschläge gemeldet.

HB TASCHKENT. In der islamisch geprägten früheren Sowjetrepublik sind neben US-Truppen auch 200 Soldaten der Bundeswehr stationiert. Die Deutschen nutzen den Stützpunkt Termes, 500 Kilometer südlich von Taschkent, zur Versorgung der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF).

Bei dem Bombenanschlag in Taschkent wurden etwa 20 Menschen zum Teil schwer verletzt. Mehrere Polizisten hatten versucht, die ihnen verdächtige Frau neben einem Geschäft für Kinderwaren zu stellen. Darauf wurde der Sprengsatz gezündet. Ein weiterer Polizist wurde bei einem Schusswechsel am Stadtrand von Taschkent getötet, nachdem in einem Auto mehrere Gürtel mit Sprengstoff entdeckt worden waren. Bei den beiden Explosionen in Buchara soll sich nach unbestätigten Polizeiangaben mindestens ein Attentäter in die Luft gesprengt haben.

Die Explosionen vom Montag waren die ersten Selbstmordanschläge in Usbekistan. Vor fünf Jahren starben bei einem mutmaßlich von politischen Extremisten verübten Bombenattentat in Taschkent 20 Menschen. Das von Staatspräsident Islam Karimow autoritär regierte Usbekistan kämpft seit Jahren gegen militante islamistische Gruppierungen, die auch nach Afghanistan und andere Nachbarländer eingedrungen sind. Die von den USA als internationale Terrororganisation eingestufte Islamische Bewegung Usbekistans soll enge Verbindungen zu El Kaida und den Taliban unterhalten haben.

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