Mehrfache Stimmabgabe nicht ausgeschlossen
Wahl in Afghanistan wird trotz Boykotts nicht abgebrochen

Die Präsidentenwahl in Afghanistan wird fortgesetzt. Das entschied die Wahlkommission trotz eines Boykotts fast aller Kandidaten.

HB BERLIN. Ungeachtet eines Boykotts aller Kandidaten bis auf Amtsinhaber Hamid Karsai geht die Präsidentenwahl in Afghanistan weiter. Nach Meinung der Wahlkommission gibt es keinen Grund für einen Abbruch. Karsai sagte, die Wahl verlaufe «frei und fair». Angesichts des großen Andrangs wurde entschieden, die Wahlen um zwei Stunden zu verlängern.

«Die Abstimmung geht weiter, weil ein Stopp den Leuten das Wahlrecht nehmen würde», sagte der Vizepräsident der von UN-Vertretern und Afghanen gebildeten Wahlkommission, Ray Kennedy. Es gebe zwar einige technische Probleme, aber insgesamt verlaufe die Wahl «ordentlich und sicher».

Die Präsidentschaftskandidaten erklärten ihren Boykott, weil es Unregelmäßigkeiten mit der Tinte gegeben haben soll, mit der eine mehrmalige Stimmabgabe verhindert werden soll. Die Tinte kann nach Meinung der Kandidaten einfach wieder vom Finger gelöst werden.

Nach Angaben von Mitarbeitern der Wahlbehörden wurde zwar in einigen Wahllokalen die wasserfeste Tinte versehentlich mit herkömmlicher vertauscht. Das Problem sei aber schnell behoben worden.

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