Mehrheit hat Angst
Experten warnen vor Terror in Deutschland

Nach dem blutigen Geiseldrama im russischen Beslan haben führende Unions-Politiker und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor möglichen Terroranschlägen auch in Deutschland gewarnt.



Laut „Bild am Sonntag“ befürchten deutsche Sicherheitsdienste, dass tschetschenische Terroristen in Zukunft auch russische Einrichtungen im Ausland und Botschaften angreifen. Ob damit auch Einrichtungen in Deutschland bedroht sind, wurde nicht präzisiert. Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) sagte dem „Tagesspiegel“, die Gefahr durch den internationalen Terrorismus werde „in Deutschland eher unter- als überschätzt“. GdP-Chef Freiberg sagte der „Leipziger Volkszeitung“: „In nahezu allen Fällen großer internationaler Terroranschläge der jüngeren Zeit gibt es deutliche Beziehungen nach Deutschland.“

Die Lehre aus Beslan ist laut Beckstein: „El Kaida wurde nicht zerstört, die Kooperation gefährlicher Gruppen funktioniert weiter.“ Bosbach schloss nicht aus, dass Deutschland für Terroristen „vom Ruhe- zum Aktionsraum“ wird. Von den Attentaten der vergangenen Jahre führten Spuren nach Deutschland. Dies gelte für den 11. September, die Anschläge von Bali und Djerba ebenso wie für die Geiselnahme im Moskauer Musicaltheater 2002.

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