0 Bewertungen
21.01.2006 
Interview mit Laura Bush

„Mein Mann ist ein Kriegsgegner“

Er führt „Krieg gegen den Terrorismus“, doch leichtfertig ist US-Präsident George Bush nicht in den Irakkrieg gezogen. Davon ist seine Frau Laura überzeugt. Vielmehr sei ihr Mann ein Kriegsgegner, erklärte Amerikas First Lady in einem Interview.

George und Laura Bush. Foto: APLupe

George und Laura Bush. Foto: AP

HB LONDON. Der britische Sender BBC strahlte das Gespräch am Samstag aus. Der „Krieg gegen den Terrorismus“ habe vieles schwieriger gemacht, darunter auch ihre eigene Aufgabe als Präsidentengattin, sagte Laura Bush.

Die First Lady liegt derzeit nach Angaben der BBC in Umfragen weit vor ihrem Ehegatten. Zeitweise sei sie sogar - ähnlich wie Hillary Clinton, die Frau des früheren Präsidenten Bill Clinton - als künftige US-Präsidentin ins Spiel gebracht worden. Dies sei jedoch „absolut unwahrscheinlich“, erklärte Laura Bush. Auch ihre Freundin, die US-Außenministerin Condoleezza Rice, habe „ganz klar entschieden“, sich nicht um das Präsidentenamt zu bemühen.

In dem Interview mit dem BBC-Journalisten David Frost schilderte Laura Bush, wie schwierig die Aufgabe einer First Lady in einem durch den Irak-Krieg gespaltenen Land sei. „Offenkundig hatten wir nicht erwartet, was am 11. September geschehen würde. Wir erwarteten niemals, dass wir im Krieg stehen würden“, sagte sie.

Sie erinnere sich gut daran, wie ihr Schwiegervater, der Vater des jetzigen Präsidenten, die Entscheidung für den ersten Golfkrieg zu treffen hatte und wie dann „die Leichensäcke nach Kuwait gebracht wurden“. Die Entscheidungen, die ein US-Präsident zu treffen habe, seien oft folgenschwer. „Viele Menschen sind sehr, sehr ernsthaft gegen Krieg, jeder ist gegen Krieg, der Präsident ist gegen Krieg, niemand will Krieg, aber es wollte auch niemand, was am 11. September geschah.“

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück vor
  • Steinmeiers Freunde und F...

    Steinmeiers Freunde und Feinde

    Alles läuft auf ihn zu: Frank-Walter Steinmeier könnte die SPD bei der Wahl 2009 anführen. Doch nicht alle führenden Genossen sind ihm wohl gesonnen. Wie jeder Politiker hat auch Steinmeier parteiinterne Gegner und Unterstützer. Seine Freunde und Feinde im Überblick. Bildergalerie 

  • „Datendieben den Garaus m...

    „Datendieben den Garaus machen“

    Auf einem Gipfeltreffen, das heute in Berlin stattfindet, suchen die Bundesregierung und Verbraucherverbände Wege, den illegalen Handel mit Kundendaten einzudämmen. Unternehmen fürchten das Verbot und warnen vor zu viel Regulierung. Einen Kompromiss zu finden könnte sc...Bildergalerie 

  • McCain begeistert die Rep...

    McCain begeistert die Republikaner

    Hurrikan Gustav und eine Schwangerschaft wirbelten den Parteitag der Republikaner durcheinander. Doch Vizekandidatin Palin begeisterte trotz des Familien-Skandals. Das Parteitreffen rundete dann John McCain mit einer umjubelten Rede ab.Bildergalerie 

  • Krönung und Konfetti

    Krönung und Konfetti

    Der Parteitag der Demokraten ist im vollen Gang. Die Show in Denver soll Begeisterung und Siegesgewissheit vermitteln. Es geht darum, die Herzen der Amerikaner zu gewinnen. Bildergalerie 

 

weiterGlobal Reporting

Pecorino in Gefahr 

04.09.2008Global Reporting

Es ist schlecht bestellt um Italiens Schafkäse Pecorino. Und Schuld ist mal wieder die EU. Genau genommen die EU-Erweiterung. Nach zwei Wochen in den Berges des Apennin wischen den Marken und Abruzzen, mache ich mir Sorgen um die Herstellung meines geliebten Pecorino. Blog


weiterMadagaskar

Back to the USSR 

20.08.2008Madagaskar

Krieg als Mittel der Politik ist auch im 21. Jahrhundert keine Ausnahme und nicht den Despoten vorbehalten. Blog