Meinungsverschiedenheit
Chirac und Blair uneins in Irak-Frage

Der französische Präsident Jacques Chirac und der britische Premierminister Tony Blair sind weiterhin uneins im weiteren Vorgehen gegen den Irak. Beide räumten am Dienstag auf dem französisch-britischen Gipfel in dem Seebad Le Touquet ein, dass sie in einigen Punkten Meinungsverschiedenheiten haben.

HB/dpa LE TOUQUET. Dies wurde aus französischen Delegationskreisen in der nordfranzösischen Stadt bekannt. So will Paris den UN-Kontrolleuren alle Möglichkeiten geben, im Irak nach Massenvernichtungswaffen zu suchen. Blair ist für eine UN-Resolution, die den Einsatz militärischer Gewalt erlauben soll.

London strebt die zweite UN-Resolution für den Fall an, dass der irakische Präsident Saddam Hussein die UN-Auflagen nicht erfüllt. Chirac bevorzugt zum jetzigen Zeitpunkt die umfassende Umsetzung der Irak-Resolution 1441 und will den UN-Waffenkontrolleuren Zeit geben.

Allerdings gibt es nach den Angaben auch übereinstimmende Einschätzungen zum Irak. Für Chirac wie für Blair sei es das Ziel, den Irak zu entwaffnen. Auch müssten die Vereinten Nationen im Zentrum der Entscheidungen stehen.

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