Menschen nahmen Abschied vom Verkehrsminister
Oppositions-Anhänger blockieren Janukowitschs Amtssitz

Mehrere tausend Anhänger der ukrainischen Opposition haben am Mittwoch in Kiew den Amtssitz von Ministerpräsident Viktor Janukowitsch blockiert.

HB KIEW/MOSKAU. Sie wollten verhindern, dass der vom Parlament abgelehnte Regierungschef nach seinem Wahlkampfurlaub wieder die Amtsgeschäfte aufnimmt. Der Wahlsieger Viktor Juschtschenko hatte am Vorabend seine Anhänger zur Blockade des Gebäudes des Ministerrates aufgerufen.

Der Oppositionspolitiker und frühere Außenminister Boris Tarasjuk sah Janukowitsch und dessen Mannschaft trotz ihrer Anfechtungen des Wahlergebnisses auf dem Rückzug. „Das ist ihr Ende“, sagte er der dpa am Rande der Demonstration. Dem vorläufigen amtlichen Ergebnis nach hat Janukowitsch die Wiederholung der Stichwahl am Sonntag mit 44 Prozent gegen 52 Prozent für Juschtschenko verloren.

Ebenfalls im Stadtzentrum nahmen am Mittwoch tausende Menschen von Verkehrsminister Georgi Kirpa Abschied, der am Montagabend unter rätselhaften Umständen gestorben war. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Anstiftung zum Selbstmord. Kirpa war ein enger Mitarbeiter Janukowitschs und des scheidenden Präsidenten Leonid Kutschmas gewesen.

Zwei Tage nach der wiederholten Stichwahl um das Präsidentenamt blieb die Frage offen, wann Juschtschenko als klarer Sieger der Wahl sein Amt antreten kann. Gegenkandidat Janukowitsch erkannte weiterhin seine Niederlage nicht an und drohte mit einer Klage vor dem Obersten Gericht in Kiew. Juschtschenko sagte, er rechne mit seiner Amtseinführung frühestens nach dem 10. Januar 05.

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