Menschenrechtler Religiöse Gewalt im Libanon

Die Behörden müssten die Minderheit der Alawiten besser schützen, fordert die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Auf der Straße würden Alawiten geschlagen und erstochen.
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Eine Autobombe explodierte im Libanon: Seit bald drei Jahren versinkt das Land im Bürgerkrieg. Quelle: dpa

Eine Autobombe explodierte im Libanon: Seit bald drei Jahren versinkt das Land im Bürgerkrieg.

(Foto: dpa)

BeirutMenschenrechtler haben die libanesische Regierung aufgerufen, mehr gegen religiöse Gewalt im Land zu tun. Die Behörden müssten die Minderheit der Alawiten besser schützen, erklärte die Organisation Human Rights Watch am Freitag in New York. Immer häufiger komme es zu Übergriffen durch sunnitische Extremisten in der Stadt Tripoli, hieß es. Dort seien Alawiten geschlagen und erstochen worden, und immer wieder habe es im vergangenen Jahr Kämpfe gegeben.

Alawiten sind eine religiöse Untergruppe des schiitischen Zweigs des Islams. Der syrische Präsident Baschar al-Assad ist Alawit. Überwiegend sunnitische Rebellen versuchen seit März 2011, Assad zu stürzen. Die schiitische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon ebenso wie die schiitische Führung im Iran unterstützen Assad im Kampf gegen die Rebellen.

In dem bald drei Jahre andauernden Bürgerkrieg sind bisher mehr als 120.000 Menschen getötet worden.

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