Menschenrechtsorganisation wirft sudanesischer Regierung Tatenlosigkeit vor
Amnesty besorgt über Gräueltaten im Sudan

Amnesty International ist besorgt über die Situation in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur. Der Regierung des Landes warf die Organisation vor, Gräueltaten weiterhin zu dulden.

HB BERLIN. In der sudanesischen Krisenprovinz Darfur geht arabische Milizen weiterhin in brutaler Weise gegen die Bevölkerung vor. Das geht aus einer Stellungnahme der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hervor. AI-Generalsekretärin Irene Khan, die sich seit Mittwoch mit einer Delegation in der Region aufhält, sprach von Gräueltaten, die von der Regierung des Landes geduldet würden.

Nach Angaben der Generalsekretärin sind die bewaffneten Reiter-Milizen immer noch in der Region. Für eine Entwaffnung sähen sich die Sicherheitskräfte der Regierung nicht zuständig, erklärte Khan unter Berufung auf Aussagen von Flüchtlingen. Laut verschiedenen Augenzeugenberichten, die Amnesty zitierte, haben die Milizen in der Ortschaft Gokar Dutzende Dorfbewohner getötet. Ein junges Mädchen habe erklärt, sie sei von fünf Männern vergewaltigt worden.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wollte am heutigen Samstag über eine Resolution zur Entwaffnung der Milizen in Darfur abstimmen. In dem von den USA vorgelegten Entwurf wird auch mit Sanktionen gedroht, sollte die Regierung in Khartum dieser Forderung nicht nachkommen. Zuvor waren Gespräche zwischen Regierung und Rebellen im nigerianischen Abuja ergebnislos vertagt worden.

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