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Merkel bei Monti: Eiserne Kanzlerin trifft auf selbstbewussten Professore

Die Zeit des Wehklagens ist in Italien vorbei. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel heute nach Rom reist, trifft sie auf einen sehr selbstbewussten Premier. Mario Monti denkt nicht daran, in der Euro-Krise klein beizugeben.

Italiens Ministerpräsident Mario Monti und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind bei der Bekämpfung der Euro-Krise nicht immer einer Meinung. Quelle: dapd
Italiens Ministerpräsident Mario Monti und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind bei der Bekämpfung der Euro-Krise nicht immer einer Meinung. Quelle: dapd

RomZum zweiten Mal in dieser Woche ist Besuch aus Deutschland in Italien- einmal vor der  Nachricht, dass Italien in der Rezession steckt, und einmal danach. Nur drei Tage nach dem Staatsbesuch von Bundespräsident Christian Wulff kommt heute Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Rom, allerdings nur zu einer Stippvisite. Am Mittag trifft sie für eine Stunde Premier Mario Monti im Palazzo Chigi, dem Amtssitz des Regierungschefs.

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Auf der Tagesordnung steht ein „vertiefter Austausch“, mehr war nicht zu erfahren. Doch die brennenden Themen zwischen beiden Ländern sind klar: Schuldenkrise, Wirtschaftsentwicklung und Griechenland.

Eigentlich verstehen sich die Bundeskanzlerin und der Wirtschaftsprofessor, der seit November an der Spitze einer Technokraten-Regierung steht, recht gut. Bei ihrem ersten bilateralen Treffen im Januar in Berlin lobte Angela Merkel die Sanierungsbemühungen Italiens. Auf Europa-Ebene war bei jedem Gipfel zu sehen, dass zum Duo Merkel-Sarkozy jetzt Monti gestoßen war, um ein Trio zu bilden. Vorbei die Zeit, als Sarkozy vergangenen Herbst bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kanzlerin eine Grimasse zog, als er auf Berlusconi angesprochen wurde.

Italiens Reformen

  • Umgesetzte Maßnahmen

    • Verfassungsänderung für ausgeglichene Haushalte
    • Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 21%
    • Rentenkürzungen
    • „Solidaritätsabgabe“ bei Einkommen über 300.000 Euro
    • Flexibilisierung der zumeist zentral geregelten Arbeitsverträge
    • Weniger Geld für Provinzregierungen, Reduzierung der Zahl der Provinzen, Reduzierung der Feiertage

  • Geplante Maßnahmen 2

    • Sparpaket mit Volumen 33 Mrd. Euro (Schwerpunkt: Einnahmeerhöhung ca. 30 Mrd. Euro; Kostenreduzierungen 12-13 Mrd. Euro; 10 Mrd. Euro Zusatzausgaben für Wachstumsförderung)
    • Weitere Erhöhung der MwSt (von 21 auf 23%, ermäßigt von 10 auf 12% ab 01.09.2012)
    • Anpassung des Renteneintrittsalters an Lebenserwartung (Rente mit 67, Einschränkung der Frühverrentung), Wegfall Inflationsanpassung von Renten, Änderung der Berechnungsgrundlage von letzten Gehalt bei gezahlte Beiträge
    • Leichtere Kündigungsmöglichkeiten im privaten Sektor
    • Möglichkeit, im öffentlichen Sektor Arbeitsplätze abzubauen
    • Liberalisierung von kommunalen Dienstleistungen; weniger Exklusivrechte, Möglichkeit zum Abweichen von den Mindestgebühren für bestimmte Berufe
    • Liberalisierung im Postwesen (Trennung Postbank von herkömmlichen Postdienstleistungen), im Handel, in zahlreichen Berufssparten, im lokalen Transportwesen und im Energiesektor
    • Reformen von Justiz und Bildungssystem
    • Privatisierungen im Rahmen von 15 Mrd. Euro über drei Jahre
    • Abschaffung von Steuererleichterungen, Bekämpfung der Steuerflucht (Obergrenze für Bartransaktionen)
    • Überprüfung des Systems für Arbeitslosengeld
    • Wiedereinführung einer Immobiliensteuer (10 Mrd. Euro), höhere Grundbuchbewertung
    • Luxussteuer auf Yachten, Privatflugzeuge und hubraumschwere Autos
    • Regierungschef Monti verzichtet auf Gehalt
    • Zusatzinvestitionen in Infrastruktur, Senkung der Körperschaftsteuer
    • Wachstumsprogramm „Cresci Italia“ für Januar 2012 angekündigt

  • Nicht umgesetzte Maßnahmen

    • Liberalisierung des Arzneimittelhandels und der Taxidienste
    • Kürzungen von Pensionen und Bezügen von Abgeordneten

Italien braucht wieder Glaubwürdigkeit, um das Vertrauen der Finanzmärkte nicht zu verlieren. Das hoch verschuldete Land kann im Moment aufatmen: Seit dem Tiefpunkt im November und Dezember ist der Abstand zwischen Bundesanleihen und italienischen Staatspapieren endlich gesunken. Aber in diesem Jahr muss Italien noch Millionen refinanzieren.

Die Rezession wird von Politik und Wirtschaft nicht verschwiegen, aber als „technische“ bezeichnet. „Wir brauchen keinen Zusatzhaushalt“, sagte Monti, auch wenn die Rezession schlimmer als erwartet sei. Sein Engagement für Wachstum und Beschäftigung sei ungebrochen.

  • 26.02.2012, 13:41 Uhrendbureaucrazzzy

    + NEW - COMPLETE COVERAGE OF EURO-BUREAUCRAZY(Merkel & Co.) CRISES & 2012(2008) US ELECTIONS FRAUD !!! FIND OUT WHY HOPE(you) DIES LAST https://www.youtube.com/watch?v=jtWCcCkBeYo

    NOT THAT IT IS GERMAN OR EUROPEAN UNION'S FOLD FOR WHAT IS TAKING PLACE, BUT INSTEAD BUREAUCRACY BULLIES IN INDIVIDUAL STATES WHO LOVE TO PICK ON SMALL PEOPLE WITH IDEA TO TURN THEM IN DISSIDENTS FOR THEIR POLITICAL AGENDA (anti German-European sentiment is used or stereotyping to incite people in hatred toward own race/ethnicity/religion = Greece in flames and numerous people incarcerated throughout German prison system) WITH USE OF GENOCIDE PROCEDURES WHILE BEHIND OUR BACKS, CRIMINALS ARE SUGGESTING DURING THEIR BOGUS FINANCIAL CRISES HOW IT'S RIGHTISTS FOLD FOR EUROPEAN UNION TO FALL APART AND EVEN HOW THERE IS STILL HOPE(because YOUR hope people, dies last if you remember)...WE CAN STILL SAVE EUROPE(after they flooded Europe with third world population and cheap Chinese imports to turn you in jobless trash for the sake of NWO's multiculturalism = terrorism agenda, they dare to talk to you about hope - imagine this).

    https://www.youtube.com/watch?v=jtWCcCkBeYo

  • 17.02.2012, 17:20 UhrAnonymer Benutzer: Italia

    Italien hilft sich selbst und hat in gesamtrealschulden Rechnung keine Schulden also liebe deutsche die weniger Geld haben als die Italiener behaltet eure Kohle die Italien nicht braucht nicht will und nich gewollt habt . Italien ist reicher als Deutschland wer es nicht glaubt der soll es im Internet nachlesen als diese Lügen über das robuste Deutschland zu Glauben . Alles Propaganda wie damals 1939-44

  • 17.02.2012, 16:27 UhrAnonymer Benutzer: bjarki

    Alleine durch die Presse ist es möglich eine FDJ Sekretärin zu einer "eisernen Lady" hochzustilisieren. Nach dem Fall Europas wird man Schuldige suchen. Ganz klar, dass hier Mauerfall, DDR und Merkel eine übergewichtige Rolle spielen werden. Aber auch das hoffähig machen von zweifelhaften Gestalten wie Merkel ist dann als Ursache klar. Und das tut die Presse !

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