Merkel in China
Zanken, aber höflich bitte!

Deutschland und China feiern zum Peking-Besuch der Kanzlerin ihre Beziehungen. Doch hinter den Kulissen kriselt es. Angela Merkel und die deutschen Unternehmer prangern Probleme an. Und Chinas Premier kontert.
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PekingEs gibt kaum einen Staatsgast, von der politischen Führung in China so umworben wird, wie Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin erhält die Ehrendoktorwürde, Ministerpräsident Li Keqiang führt sie persönlich durch den kaiserlichen Sommerpalast und Staatschef Xi Jinping lädt sie am Montagabend zum Gala-Dinner ein. Mehr geht nicht, könnte man meinen.

Doch hinter den Kulissen der vierten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen kriselt es gewaltig. Einen seltenen Einblick in die komplexen Beziehungen beider Länder bietet die Pressekonferenz von Li und Merkel am Montag in der Großen Halle des Volkes.

Geht es am Anfang noch sachlich um die vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit beider Länder, ist es mit der Harmonie schnell vorbei. Beide betonen zwar, sie wollten einen Handelskrieg zwischen der EU und China vermeiden. Doch die Probleme sind nicht zu übersehen. Vor allem die Forderung Lis nach dem Marktwirtschaftsstatus treibt einen Keil zwischen die EU und seinem Land. China pocht auf ein Versprechen zum WTO-Beitritt der Volksrepublik vor 15 Jahren. Die Kanzlerin lehnt das nicht ab, aber prangert offen die Auswirkungen von chinesischem Billigstahl auf den europäischen Markt an.

Der chinesische Premier lässt das nicht auf sich sitzen. In der EU gebe es informelle Barrieren für chinesische Banken. Diese seien gegenüber europäischen und amerikanischen Finanzinstituten benachteiligt. „Wir müssen weiter diskutieren, wie beide Seiten gleich behandelt werden“, sagt er. Nicht europäische Unternehmen seien in China benachteiligt, sondern chinesische Unternehmen in Europa.

Kurz danach klagt die deutsche Wirtschafte jedoch lautstark Benachteiligungen in China an. Langsames Internet, Joint-Venture-Zwang, mangelnde Cybersicherheit und fehlender Markzugang, zählte Hubert Hans Lienhard, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (APA) auf.

Doch aus dem Partner darf kein Rivale werden. Alleine die deutschen Dax-Konzerne erwirtschaften mittlerweile 13 Prozent ihrer Umsätze in der Volksrepublik. Und das Geschäft wird härter. Die Bedeutung der Beziehungen unterstreichen auch die Deals, die am Montag abgeschlossen werden. Im Beisein von Merkel und Li unterschreiben die Wirtschafts- und Regierungsvertreter insgesamt 24 Abkommen im Gesamtwert von rund drei Milliarden Euro.

Stephan Scheuer ist China-Korrespondent des Handelsblatts. Quelle: Mirela Hadzic für Handelsblatt
Stephan Scheuer
Handelsblatt / Korrespondent China
Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " Merkel in China: Zanken, aber höflich bitte!"

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  • Angela M. ist doch nicht ernst zu nehmen, diese Widerspruchszuckungen entspringen doch nur der zweiten Kinderzeit. Wenn man den ganzen unbeabsichtlichen Blödsinn sieht, Subventionsorgie "Energiewende" tot, Abschaltung der AKW , weil man die Wahlen in BW rumreißen wollte dumm, "Flüchtlingspolitik" Afrika produziert jährlich 30 Mill. Nettoneubürger, 240 Mill. Inder aus der Kaste der Unberührbaren hätten auch ein Recht auf Asyl, kennt keine Obergrenze? Im Ausland wird Angela M. köpfschüttelt belächeln, es ist der auch egal was die macht, die unfähigste Sturrheit und gefährlich. Wenn die KVín Blinton noch an die Macht kommt, geht es weiter bergab. Beste Grüße

  • Ausgezeichnetes Rezept! Ich hoffe, man liest das hier in Peking.

  • Den Hosenanzug1 Stunde in kaltem Wasser quellen lassen. Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und mit Chinagewürz kräftig würzen. Die Bambussprossen durchspülen und abtropfen lassen. Die Champignons in Viertel oder Scheiben schneiden. Die Zwiebeln achteln, die Achtel dann nochmal halbieren und dann die einzelnen Schichten lösen; es sollen knapp 0,5 cm breite Zwiebelstreifen entstehen. Die Glasnudeln (kommt ja immer als Knäuel aus der Verpackung) "zerlegen" und auf die gewünschte Größe schneiden.

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