Merkel kommt zu Besuch: George W. Bushs Schwäche für starke Frauen

Merkel kommt zu Besuch
George W. Bushs Schwäche für starke Frauen

Der US-Präsident liebt es, sich mit starken Frauen zu umgeben, angefangen bei seiner Mutter Barbara bis hin zu seiner „Zweitfrau“ Condoleeza Rice. Ob Bundeskanzlerin Angela Merkel daraus bei ihrem Antrittsbesuch in Washington Kapital schlagen kann?

HB WASHINGTON. Die Stimmung ziwschen Deutschland und den USA ist kurz vor der Reise der Bundeskanzlerin nicht die beste. Grund ist das Gefangenenlager Guantànamo. Die US-Regierung erteilte dem Vorstoß Merkels zu einer Schließung des Lagers auf Kuba eine klare Absage. Dagegen bekräftigte die Bundesregierung am Dienstag ihre Forderung nach einer „Klärung und raschen Lösung“ für den völkerrechtlich umstrittenen Status der dort untergebrachten Gefangenen.

Keine guten Voraussetzungen also für Angela Merkels Visite beim US-Präsidenten in Washington. Doch vielleicht kommt ihr zugute, dass sie eine Frau ist, eine starke obendrein. „Ich liebe es, starke Frauen um mich zu haben“, bekannte George W. Bush (59) im vergangenen Jahr im Wahlkampf und verwies auf seine Frau Laura und die Zwillingstöchter Barbara und Jenna (24). Sie hätten ihm beigebracht zuzuhören, gerade zu stehen und nicht so grimmig dreinzuschauen. Tatsächlich gelten die drei Bush-Damen aber nicht gerade als resolut, ganz anders seine Mutter Barbara. „Die Kinder nennen mich 'The Enforcer'“ – etwa: die Vollstreckerin – bekannte sie vor zwei Jahren in einem Interview.

Die 80-jährige nimmt bis heute kein Blatt vor den Mund und regiert den Familienclan mit eiserner Hand. Er folge noch heute, wenn seine Mutter rufe, gibt Bush zu. Der Präsident hat deshalb keine Berührungsängste mit starken Frauen – profitiert davon haben eine ganze Reihe. Zum Beispiel Condoleezza Rice (51), die erste schwarze Außenministerin der USA. Die Professorin und Russland-Expertin machte ihn schon im ersten Wahlkampf mit der Weltpolitik vertraut und wurde seine engste Beraterin. Er belohnte sie mit dem Posten der Nationalen Sicherheitsberaterin, bevor er sie ins Außenministerium beförderte.

Eine wichtige Stütze ist auch Karen Hughes (49), Abteilungsleiterin im Außenministerium mit dem heiklen Auftrag, das ramponierte Image der USA im Ausland aufzumöbeln. Hughes, in Bushs Gouverneursjahren in Texas dessen Sprecherin und in den ersten Präsidentenjahren Beraterin im Weißen Haus, zieht bis heute viele Strippen. Sie sei ein Alter Ego Bushs, heißt es in Washington. Sie formuliere nur aus, was der Präsident denke, sagte sie selbst diplomatisch.

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