Merkel-Pläne
Milliardenschwere Entwicklungshilfe für Afrika

Laut Medienberichten plant Bundeskanzlerin Merkel ein umfangreiches Entwicklungshilfeprogramm für Afrika, das sie auf dem kommenden Weltwiritschaftsgipfel vorstellen will. Die Milliardentransfers würden allerdings nicht ganz uneigennützig erbracht, so das Magazin.

HB BERLIN. Für den Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm Anfang Juni plant Bundeskanzlerin Angela Merkel einen entwicklungspolitischen Vorstoß. Der „Spiegel“ berichtete am Samstag, beim Treffen der sieben führenden Industriestaaten und Russlands wolle Merkel ankündigen, dass Deutschland in den kommenden vier Jahren zwei Milliarden Euro für Afrika bereitstellen wird. Mit der einen Hälfte des Betrags soll die Aids-Epidemie auf dem Kontinent bekämpft werden. Die andere Hälfte soll Maßnahmen für bessere Erziehung und Ausbildung finanzieren.

Merkels Alleingang diene nicht nur uneigennützigen Zwecken, heißt es weiter. Das Geld solle dazu beitragen, dass Deutschland den Anteil seiner Entwicklungshilfe am Bruttoinlandsprodukt stabil halten kann. Bislang erfüllte die Bundesregierung ihre Verpflichtungen vor allem damit, dass sie armen Ländern die Rückzahlung von Schulden erließ, was auf die Entwicklungshilfe angerechnet wurde. Weil es aber nicht mehr genügend Altschulden gibt, die erlassen werden können, muss Berlin jetzt tatsächlich in die Kasse greifen.

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