Merkel und Sarkozy
Heikles Telefonat mit Papandreou

Der griechische Ministerpräsident hat sicher schon angenehmere Telefonate geführt. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy ermahnten und drängten - und Papandreou hatte nur eine Wahl.
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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben den griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou am Mittwochabend in einem Telefonat gedrängt, alle zugesagten und von der internationalen Gemeinschaft geforderten Reformen „strikt und effektiv“ umzusetzen. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach dem gemeinsamen Telefonat der drei am Abend mit.

„Der griechische Ministerpräsident hat die absolute Entschlossenheit seiner Regierung bestätigt, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die gegebenen Zusagen in ihrer Gesamtheit umzusetzen“, sagte Seibert. Papandreou sei gemahnt worden, dies sei Voraussetzung für ein positives Votum der Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission. Nur dann könne das Land mit der weiteren Auszahlungen von Hilfs-Krediten rechnen.

Frankreichs Präsident und Merkel hätten ihrem Gesprächspartner den Ernst der Lage sehr deutlich gemacht, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Gleichlautende Erklärungen gaben auch die französische und die griechische Regierung am Abend ab.

Merkel und Sarkozy lehnten in dem Telefonat zugleich jede Debatte über einen Ausschluss des Landes aus der Euro-Zone ab. „Die Bundeskanzlerin und der Präsident sind überzeugt, dass die Zukunft Griechenlands in der Euro-Zone ist“, teilte Seibert mit. Diese Zusicherung wurde angesichts der gerade in Deutschland geführten Debatten für nötig erachtet, dass Griechenland notfalls die Euro-Zone verlassen müsse.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Andere EYP-Mitarbeiter sollen geheime Informationen an ausländische Konzerne verkauft haben. Der Skandal macht deutlich, dass die Korruption in Griechenland nun in höchsten Geheimdienstkreisen vorzufinden ist. Ausländische Medien berichten bislang nicht über den Skandal, der das Land zusätzlich zur Wirtschaftskrise und dem drohenden Staatsbankrott erschüttert.



    In Brüssel ist man nun nicht nur in den Reihen der Anti-Korruptionsbehörde wie gelähmt. Auch die EU weiß jetzt, dass möglicherweise viele streng vertrauliche Besprechungen abgehört wurden. Und man hat den Verdacht, dass die Erkenntnisse über die Briten an die Amerikaner weitergegeben wurden. Das Motto der britischen Wühlmäuse lautete offenbar: »Kauf dir einen Griechen!

  • DAS ist die wahre Sauerei:

    --- KOPP aktuell <newsletter@kopp-verlag.de> schrieb am Mi, 14.9.2011:
    Es ist bekannt, dass die griechische Regierung seit einigen Monaten unter ausgewählten Regierungsmitgliedern jeden Monat tausend Feinunzen Gold in Münzform verteilt. Es ist ein Bestandteil des Gehalts, das in Krisenzeiten der Vorsorge dienen soll. Zu den Empfängern gehören auch die wichtigsten Vertreter des griechischen Geheimdienstes EYP. Doch einige konnten offenbar den Hals nicht voll genug bekommen. Ausgerechnet einige der für die Korruptionsbekämpfung

    zuständigen griechischen Beamten der europäischen Anti-Betrugs-Behörde OLAF aus den Reihen des griechischen Geheimdienstes EYP haben nicht nur für OLAF und EYP, sondern auch noch für mehrere europäische Geheimdienste und für multinationale Konzerne gearbeitet. Im Klartext: Die griechischen Anti-Korruptionsbekämpfer waren korrupt.





    Ein griechischer OLAF-Mitarbeiter, der zugleich auch einer der Leiter der griechischen Spionageabwehr war, wurde wegen Landesverrats vom Dienst suspendiert. Er ist nicht der einzige. Besonders brisant: Der Kopf der griechischen Verrätergruppe hatte nicht nur Zugang zu allen Geheimdienstunterlagen. Er hatte von der Brüsseler OLAF-Behörde auch einen Spionagekoffer zum Abhören von Mobiltelefonaten und Aufzeichnen von E-Mails und Faxen bekommen, den man an jedem Ort diskret einsetzen konnte. Die Verräter belauschten damit offenbar griechische Politiker und Unternehmen und verkauften die Erkenntnisse an Unternehmen und andere Geheimdienste. Wichtigster Abnehmer soll der britische Auslandsgeheimdienst MI6 gewesen sein. Auch die Besuche ranghoher EU-Politiker sollen von korrupten griechischen Geheimdienstmitarbeitern beobachtet und belauscht worden sein. Bei einer Durchsuchung des Büros des Leiters der griechischen OLAF-Behörde soll man geheime Verschlusssachen auf seinem Rechner gefunden haben, die er an den britischen Geheimdienst verschickt haben soll.

  • Wir haben September und nicht 1. April.
    Welcher Idiot glaubt den an solche einen Quatsch!
    Merkel wird doch nicht Ernst genommen. Sie ist schon lange zum Spiel der Maffiosi Sarkotzy und Papadrehu udn Barrusso-Bankrotto gweorden.
    Wo ist der Trainer der sagt: Merkel vom Platz!

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