Drogenmafia unterwandert Staatsapparate

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Vier große Mafiaorganisationen haben in Mexiko ihre Heimat. Neben dem Tijuana- und dem Golf-Kartell kämpfen noch das Kartell von Sinaloa und das von Juárez um die profitablen Transitrouten vor allem für Kokain in die USA. Nach Erkenntnissen der US-Drogenfahnder ist Mexiko das bedeutendste Drehkreuz für Rauschgift mit dem Ziel Vereinigte Staaten. Inzwischen kommt 90 Prozent des in den USA konsumierten Kokains über Mexiko ins Land.

Drogenkrieg kostet tausende Leben

Präsident Felipe Calderón hat sich seit gut einem Jahr auf einen offenen Machtkampf mit den Drogenkartellen eingelassen, aber ohne durchschlagenden Erfolg. Der entfesselte Drogenkrieg hat seit seinem Amtsantritt Ende 2006 bereits mehr als 10 000 Menschen das Leben gekostet.

Schon Anfang des Jahres nannte das US-Verteidigungsministerium das Nachbarland, das über Jahre das Muster-Schwellenland Lateinamerikas war, in einem Atemzug mit Pakistan und bezeichnete es als „nationales Sicherheitsrisiko“.

Tatsächlich haben die mexikanischen Kartelle nach Erkenntnissen des Experten für Organisierte Kriminalität, Edgardo Buscaglia aber ihre Tentakel inzwischen in 27 Länder ausgestreckt. Elf davon liegen in Lateinamerika. Eines davon ist Guatemala.

Das Land ist inzwischen zum Rückzugsgebiet der mexikanischen Mafias geworden. Der frühere Außenminister Guatemalas, Edgar Gutiérrez, sieht sein Land bald auf einer Stufe mit Mexiko und Kolumbien. „36 Jahre Bürgerkrieg, egoistische Eliten und korrupte Politiker sowie die Präsenz internationaler Verbrecherorganisationen führten dazu, dass die Rauschgiftkartelle leichtes Spiel haben“, sagt Gutierrez.

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