Michael Bloomberg
New Yorks Bürgermeister kehrt Republikanern den Rücken

Um seine Chancen auf das Bürgermeisteramt in New York zu verbessern, wechselte der Unternehmer Michael Bloomberg einst von den US-Demokraten zu den Republikanern. Nun kehrt er auch dieser Partei den Rücken: Bloomberg hat seinen Austritt erklärt.

HB NEW YORK. Er werde künftig als unabhängiger Politiker auftreten, kündigte Bloomberg am Dienstag an. Er glaube, dass dieser Status besser widerspiegele, wie er die Metropole führe. Seine Zukunftspläne änderten sich durch diese Entscheidung nicht. Sie bedeute auch nicht, dass er bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr als unabhängiger Kandidat antreten wolle.

Bloomberg ließ seinen Parteiaustritt in New York mitteilen, während er selbst in Kalifornien schwere Kritik an der Regierung von Präsident George W. Bush übte. Nach einem Bericht der Onlineausgabe der „New York Times“ warf Bloomberg Bush vor, keine offene Politik mehr zu betreiben, sondern sich aus Angst vor den Meinungsumfragen „im Hintergrund zu verstecken“.

Der Milliardär Bloomberg - Gründer des nach ihm benannten Finanzinformationsunternehmens - leitet seit 2001 die Verwaltung der Stadt New York. Immer wieder taucht sein Name auf der Liste der Kandidaten für die US-Präsidentenwahl 2008 auf. Mit seinem auf mehr als fünf Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) geschätzten Vermögen könnte Bloomberg problemlos einen Wahlkampf als Unabhängiger finanzieren. Für seine beiden Wahlkämpfe in New York hätte er mühelos 150 Millionen Dollar aus der eigenen Tasche gezahlt. Für eine dritte Amtszeit als New Yorker Bürgermeister darf er 2009 nicht mehr antreten.

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