Michael Mukasey
Ex-Bundesrichter soll neuer US-Justizminister werden

Der amerikanische Präsident George W. Bush will offenbar einen Kompromisskandidaten für das Amt des Justizministers benennen: Der frühere Bundesrichter Michael Mukasey gilt zwar als strenger „Law-and-order“-Mann, wird aber auch von den Demokraten geschätzt und dürfte damit ohne größere Probleme vom Senat bestätigt werden.

HB WASHINGTON. Wie die „Washington Post“ und die „New York Times“ übereinstimmend berichten, will Bush den 66-Jährigen am Montag offiziell ernennen. Er solle die Nachfolge von Alberto Gonzales antreten, der nach anhaltender Kritik aus dem Lager der Demokraten zurückgetreten ist. Die Opposition warf dem engen texanischen Vertrauten Bushs vor, aus parteipolitischen Gründen neun Bundesanwälte entlassen zu haben.

Der New Yorker Richter Mukasey hat über mehr als ein Jahrzehnt hinweg zahlreiche Terrorverfahren geleitet und war zuletzt als juristischer Berater des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Rudolph Giuliani tätig. Der demokratische Senator Charles Schumer ließ durchblicken, dass seine Partei den Bush-Kandidaten stützt: „Richter Mukasey scheint jemand zu sein, der die Herrschaft des Rechts an erste Stelle setzt und Unabhängigkeit vom Weißen Haus zeigen kann, das ist unser wichtigstes Kriterium.“

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