Michoacán in Flammen: Bürgerwehren haben Tradition

Michoacán in Flammen
Bürgerwehren überrennen Westen Mexikos

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Bürgerwehren haben Tradition

Bürgerwehren haben im Westen Mexikos Tradition, die jüngste Offensive ist aber selbst für diese Region ungewöhnlich. Im Kampf gegen die Terrorherrschaft der Tempelritter griffen die Bürger in der Tierra Caliente vor knapp einem Jahr zu den Waffen und besetzten einzelne Dörfer. Jetzt wollen sie eine Entscheidung in ganz Michoacán erzwingen.

Drahtzieher des massiven Aufmarschs ist offenbar José Manuel Mireles. Nachdem der Chef der Bürgerwehr von Tepalcatepec bei einem Flugzeugabsturz verletzt wurde, liegt er unter Polizeischutz in einem Krankenhaus in Mexiko-Stadt und soll von dort seine Männer per Telefon dirigieren.

Die Nationale Menschenrechtskommission macht die Schwäche des Staates für die jüngste Eskalation verantwortlich. „Die Bürgerwehren versuchen, Funktionen zu übernehmen, die nicht sie, sondern der Staat erfüllen sollte“, sagte Ombudsmann Raúl Plascencia im Interview der Zeitung „El Universal“.

Sicherheitsexperte Alejandro Hope befürchtet, dass das Kräftemessen blutig endet. „Wenn die Bürgerwehren Apatzingán erobern wollen, wird es heftige Kämpfe geben“, schreibt er in einer Analyse für das Internetportal Insight Crime. „Meine Prognose: Michoacán wird 2014 zu den gewalttätigsten Bundesstaaten gehören.“

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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