Migranten: Griechenland – Europas Flüchtlingslager

Migranten
Griechenland – Europas Flüchtlingslager

Auf Hochtouren arbeiten die Griechen am Bau von Flüchtlingslagern. Ein teures Unterfangen angesichts der dramatischen Finanzlage des Landes. Die Kosten gehen in dreistellige Millionenhöhe. Hilft die EU?

AthenGriechenland verwandelt sich zunehmend in ein Lager für Migranten. Täglich kommen mehr Menschen aus dem Osten, aus der Türkei, ins Land. Durchgewunken werden können sie nicht mehr: Für viele Flüchtlinge endet die Odyssee aus Kriegs- und Krisengebieten nun am griechisch-mazedonischen Grenzübergang von Idomeni-Gevgelija oder in den Flüchtlingscamps in Mittel- und Nordgriechenland.

Kann Griechenland mit diesem Flüchtlingszustrom fertig werden?
Ohne Hilfe der EU und des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) nicht. Das Land befindet sich im sechsten Jahr einer schweren Finanzkrise. Rund ein Viertel der Bevölkerung ist verarmt. Griechenland kann schon diese eigenen Bürger gerade noch ernähren. Lässt man die Griechen jetzt allein, führt das zu einer humanitären Katastrophe im Süden Europas.

Mit wie vielen Migranten wird denn gerechnet, die im Land festsitzen bleiben könnten?
Bislang sollen nach Regierungsangaben in Griechenland mehr als 25.000 Flüchtlinge gestrandet sein. Tendenz steigend. Athen hat bereits verschiedene Szenarien ausgearbeitet. Sollten – im günstigsten Fall – höchstens 100.000 Migranten im Land festsitzen, könnte es demnach den Griechen mit Hilfe der EU gelingen, die Lage unter Kontrolle zu behalten. Sollten allerdings – das wäre der worst case – 200.000 oder noch mehr Migranten nicht mehr aus Griechenland in Richtung Mitteleuropa weiterkommen, könnte die Lage außer Kontrolle geraten.

Wie viel Hilfe braucht Griechenland?
Nach Informationen griechischer Medien hat Athen bei der EU bereits ein Hilfspaket in Höhe von 470 Millionen Euro für die kommenden Jahre beantragt. Genaueres dazu liegt aus offiziellen Quellen nicht vor. In Mittel- und Nordgriechenland werden mehrere kleinere Aufnahmelager gebaut. 50.000 Menschen sollen dort untergebracht werden. Weitere 50.000 sollen in einfachen Hotels wohnen. Gut 8200 Polizisten, Ärzte, Sanitäter und zivile Beamte sollen für Ordnung, die medizinische Versorgung und die Verpflegung der Migranten sorgen.

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