International
Migrationsforscher lehnt Flüchtlingszentren ab

Matthias Neske vom Europäischen Forum für Migrationsstudien an der Universität Bamberg spricht sich gegen die Pläne von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) aus, Anlaufstellen für Flüchtlinge in deren Heimatländern einzurichten und Asylsuchende damit gar nicht mehr in die Europäische Union einreisen zu lassen.

DÜSSELDORF. "Wer in Europa arbeiten will, wird weiterhin versuchen, den Kontinent zu erreichen", sagte Neske dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Schilys Vorschlag sei nicht praktikabel. "Die Anerkennungsquoten sind in Deutschland und Europa sehr klein. Die Flüchtlinge, die das wissen, werden sich nicht in ein Lager begeben", sagte Neske. Die meisten Migranten kämen aus der Mittelschicht, sie hätten Geld gespart, um die ersten Fluchtetappen zu bezahlen und seien gut informiert. Am Wochenende waren erneut rund 800 Bootsflüchtlinge auf den italienischen Inseln Lampedusa und Sizilien gelandet.

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