Mikrofilme lassen sich nicht wiederherstellen
Dokumente zu Bushs Militärdienst vernichtet

Die Zweifel an der Militärdienstzeit von US-Präsident Bush lassen sich nicht ausräumen. Das Pentagon gestand ein, dass wichtige Unterlagen aus Versehen zerstört wurden.

HB BERLIN. Hat er oder hat er nicht in der Nationalgarde ordnungsgemäß gedient? Diese Frage zur Militärdienstzeit des amtierenden US-Präsidenten George W. Bush wird sich wohl nicht mehr beantworten lassen. Den Grund teilte das amerikanische Verteidigungsministerium nach Anfrage der Nachrichtenagentur AP am Freitag in Washington mit: Die betreffenden Mikrofilme mit Soldabrechnungen seien versehentlich vernichtet worden.

Bei dem Material handelt es sich den Angaben zufolge um die Soldzettel für das erste Quartal 1969 und das dritte Quartal 1972. Zwar gebe es Sicherheitskopien auf Papier. Doch diese seien nicht gefunden worden. Überdies habe das Pentagon 1996 und 1997 erfolglos versucht, kaputte Mikrofilme wiederherzustellen. Einige Filme seien beschädigt, andere versehentlich zerstört worden.

In den USA waren immer wieder Zweifel aufgekommen, ob Bush in der Nationalgarde ordnungsgemäß gedient habe. Von 1968 bis 1973 soll er nach eigenen Angaben in der Texas Air National Guard tätig gewesen sein. Die Demokraten bezweifeln dies und behaupten der US-Präsident habe sich vor dem Vietnamkrieg gedrückt. Bushs Herausforderer im kommenden Präsidentenwahlkampf, John Kerry, ist ein hoch dekorierter Vietnam-Veteran.

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