Militär sucht nach der Einheit
US-Soldaten in Afghanistan vermisst

Im Osten Afghanistan wird ein Elitekommando der US-Armee vermisst. Das US-Militär sucht nach eigenen Angaben nach wie vor „mit allen Mitteln“ nach den Soldaten.

HBKABUL. Zu den Soldaten gebe es seit Dienstag keinen Kontakt mehr, berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Freitag unter Berufung auf die amerikanische Armee. Am Vortag hatte das US-Militär bestätigt, dass ein Transporthubschrauber, der sich auf dem Weg zu der Einheit befunden hatte, in der selben Region abgeschossen worden sei. Alle 16 Insassen seien getötet worden.

Das Elitekommando war amerikanischen Angaben zufolge bei seinem Anti-Terror-Einsatz in der ostafghanischen Provinz Kunar in heftige Kämpfe verwickelt worden und hatte Verstärkung angefordert. Der US- Transporthubschrauber mit den 16 Soldaten an Bord wurde dann auf dem Flug in das Kampfgebiet vermutlich mit einer Rakete abgeschossen. Für die US-Streitkräfte war es der schwerste Verlust an einem einzigen Tag seit Beginn des Afghanistankrieges im Oktober 2001.

Über die Anzahl der vermissten Soldaten gab es zunächst keine Angaben. Berichte, wonach sich die Taliban zur Tötung von sieben „US-Spionen“ noch vor dem Absturz des Hubschraubers in der östlichen Provinz Kunar bekannt haben, wollte ein Sprecher des US-Militärs weder bestätigen noch dementieren. Es gebe keine Informationen darüber, dass die Soldaten des Teams von der radikal-islamischen Taliban entführt oder getötet worden seien, erklärte der Sprecher am Freitag.

Die radikale Gruppe hatte zuvor auch erklärt, den Angriff auf den Hubschrauber ausgeführt zu haben. Von US-Vertretern hieß es bislang, alle Insassen seien ums Leben gekommen. Nach einem Bericht der BBC sind aber erst 13 Opfer des Absturzes gefunden worden. Taliban-Sprecher Abdul Latif Hakimi erklärte am Freitag, ein überlebender US-Soldat sei unmittelbar nach dem Absturz von den Kämpfern entführt worden. Allerdings konnte Hakimi für seine Behauptung keine Beweise vorlegen. „Sobald wir ihn getötet haben, werden wir die USA auffordern, seine Leiche abzuholen und das wird dann der Beweis sein“, fügte er hinzu.

Hakimis Aussagen haben sich in der Vergangenheit wiederholt als ungenau herausgestellt. Über den Hubschrauber-Absturz, den er selbst als die Tat der Taliban bezeichnete, schien er Beobachtern zufolge jedoch ungewöhnlich gut informiert.

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