Militär tötet aus Versehen Familie
30 Tote in Kolumbien

Bei Kämpfen in Kolumbien sind über Ostern mindestens 30 Menschen, darunter auch eine Landarbeiterfamilie, getötet worden. Die fünf Familienmitglieder wurden nach Militärangaben versehentlich von Soldaten erschossen, die sie mit Rebellen verwechselt hätten.

HB BOGOTÁ. Es handele sich um zwei 17-Jährige und ihr sechsmonatiges Baby, einen 14-Jährigen sowie einen Erwachsenen, berichtete die Zeitung „El Tiempo“.

Die Soldaten hätten die Landarbeiterfamilie in der Dunkelheit am Samstagabend für linke Rebellen gehalten, hieß es. Als die Zivilisten auf den Zuruf „Halt, stehen bleiben“, davon gelaufen seien, hätten die Soldaten das Feuer eröffnet. Der Chef der Streitkräfte, General Carlos Ospina, räumte einen „Irrtum“ des Militärs ein und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Bei den anderen Opfern der Kämpfe über Ostern handele es sich um 15 rechte Paramilitärs, acht Rebellen sowie um einen Soldaten und einen Polizisten. Etwa 250 000 Soldaten und Polizisten waren landesweit im Einsatz, um etwa zehn Mill. Osterurlaubern sicheres Geleit durch Gebiete der Rebellen und der Paramilitärs zu geben. Dennoch sei es Rebellen gelungen, fünf Menschen zu entführen.

Kolumbien leidet seit fast vier Jahrzehnten unter einem bürgerkriegsähnlichen Konflikt, bei dem die Rebellen den Staat bekämpfen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%