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Militäreinsatz in Libyen: Obama genehmigt CIA-Geheimkrieg

Offiziell wollen sich die USA aus dem Militäreinsatz in Libyen zurückziehen - doch hinter den Kulissen untergraben US-Geheimagenten bereits seit Wochen Gaddafis Macht. Obama hat den Einsatz persönlich angeordnet.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat nach Angaben aus Kreisen eine Genehmigung zur Unterstützung der libyschen Rebellen durch den US-Geheimdienst CIA erteilt.

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Offiziell wollen sich die USA allerdings schrittweise aus dem Militäreinsatz in Libyen zurückziehen: Angesichts der Kommandoübergabe an die NATO solle das Engagement der US-Armee bei den Luftangriffen auf die Gaddafi-Truppen spürbar reduziert, kündigte NATO-Kommandeur Admiral James Stavridis am Mittwoch bei einer Anhörung vor dem US-Kongress an.

Derzeit würde etwa die Hälfte der Luftangriffe von US-Piloten geflogen, sagte Stavridis. In den kommenden Wochen wollten sich die USA aus der aktiven Rolle zurückziehen und stärker als Unterstützer anderer Streitkräfte in Erscheinung treten. Der Militäreinsatz zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen hat die USA nach Angaben des Pentagon bislang 550 Millionen Dollar (391 Millionen Euro) gekostet.

Die Bomber kehren nach Hause zurück, aber die USA führen trotzdem weiter einen verdeckten Krieg gegen das libysche Regime: Laut einem Medienbericht unterstützt die Central Intelligence Agency (CIA) bereits seit Wochen mit verdeckten Aktionen die Gegner des libyschen Diktators Gaddafi. Die Spione kundschafteten dabei mögliche Ziele für Luftschläge aus und versuchten überdies, Kontakte zu den Aufständischen zu knüpfen, berichtete die „New York Times“ am Mittwoch unter Berufung auf amerikanische Regierungsbeamte.

Mit der Sache vertraute Regierungsmitarbeiter sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch, Obama habe die Autorisierung innerhalb der vergangenen zwei oder drei Wochen unterzeichnet. Dieser Schritt ist eine Voraussetzung für entsprechende Handlungen der CIA - er bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die CIA tatsächlich tätig wird.

Libyen-Krise Gaddafis blutiger Wüstenkrieg

Ein Kämpfer der Anti-Gaddafi-Bewegung nimmt sich in Ras Lanuf eine kleine Auszeit. Das Gebiet der am Reißbrett geplanten Industrie- und Handelsstadt gilt als Frontlinie.

Quelle: dapd

Weder ein Sprecher des US-Präsidialamtes noch CIA wollten sich hierzu äußern. Obama und andere Regierungsvertreter haben nicht ausgeschlossen, dass die USA die Rebellen mit Waffen beliefert. Diese Möglichkeit werde derzeit von den USA unter die Lupe genommen, eine entsprechende Entscheidung sei jedoch bislang nicht getroffen worden, sagte Obama.

Das Weiße Haus lehnte es derweil ab, sich zu Geheimdienst-Missionen zu äußern. Während Präsident Barack Obama erklärt habe, dass es keine US-Bodentruppen in Libyen geben werde, „arbeiten kleine Gruppen von CIA-Agenten seit mehreren Wochen in Libyen“, schreibt die Zeitung. Sie seien Teil einer „Schattenmacht“ westlicher Bürger, von denen die Obama-Regierung hoffe, dass sie Gaddafis Militär schaden könne.

„Es ist gängige Praxis für diese und alle anderen US-Regierungen, sich zu Geheimdienst-Angelegenheiten nicht zu äußern“, teilte Präsidentensprecher Jay Carney mit. Es gebe nach wie vor keine Entscheidung darüber, die Regimegegner oder irgendeine andere Gruppe in Libyen mit Waffen zu versorgen.

„Weder schließen wir es aus, noch schließen wir es ein“, erklärte er. „Wir erörtern und prüfen Optionen für alle Arten von Unterstützung, die wir dem libyschen Volk geben können.“ Man habe sich dabei direkt mit der Opposition wie auch den internationalen Partnern der USA beraten.

Bei den CIA-Mitarbeitern handelt es sich laut „New York Times“ um eine unbekannte Zahl von US-Geheimdienstoffizieren, die entweder bereits in Tripolis arbeiteten oder neu hinzukamen.

Nach Angaben britischer Regierungsbeamter arbeiteten „Dutzende“ Agenten des Geheimdienstes MI6 und Mitglieder von Spezialkommandos in Libyen. Die versorgten die britischen Streitkräfte mit Informationen über Ziele für Luftschläge, Stellungen und Bewegungen von Gaddafis Militär.

  • 31.03.2011, 11:57 UhrAnonymer Benutzer: Walter

    Kein amerikanischer Präsident unternimmt einen Krieg, ohne vorher durch den CIA die Gründe dafür zu liefern, oder das Terrain zu sondieren. Wenn man die verlogene Rede Obamas, zur Lage der Nation hört, und jetzt die Aktivitäten der Killergruppe (CIA) zusammenzählt weis jeder das Es schon länger vorbereitet war. Es ist immer erstaunlich, dass die Amerikaner mit ihren verlogenen Aktionen durchkommen. Und noch erstaunlicher ist, dass immer andere ihre Angriffskriege weiterführen müssen. Ich frage mich wielange die Weltgemeinschaft auf diese immer gleiche Masche hereinfällt.

  • 31.03.2011, 09:28 UhrAnonymer Benutzer: WFriedrich

    Wer solche Aktionen nicht geheim halten kann, ist sich offenkundig über die Folgen im Unklaren. Da die CIA-Leute sicher keine blonden, hellhäutigen Bürger mit US-Pass sind, sondern unauffällige Mitbürger, wird den Diktatoren das Argument "ausländischer Infiltration" frei Haus geliefert. Jüngstes Beispiel ist Syrien. Aus den Wikileaks-Veröffentlichungen hat die Obama-Adminstration bisher offenkundig keine Schlußfolgerungen zu ziehen vermocht oder scheitert an einfachsten handwerklichen Anforderungen. Für die CIA-Mitarbeiter sind das höchst unerfreuliche Begleitumstände.

  • 31.03.2011, 09:23 UhrAnonymer Benutzer: Prenden

    Diese Vorgänge sind durch die UN-Resolution gar nicht mehr gedeckt. Es findet eine aktive Kampfunterstützung statt. Es ging mal um die Durchsetzung einer Flugverbotszone, mehr nicht. Was wir jetzt sehen ist eine aktive Unterstützung von "Freiheitskämpfern/Aufständischen/Revolutionären", welche nicht die Mehrheit der Bevölkerung repräsentieren! Von Ägypten aus findet doch auch schon ein massiver Zufluß an Waffen etc. statt. Gut das die Revolution dort kurz vorher passiert ist. Ein Schelm wer böses denkt! Allen voran wieder die üblichen Verdächtigen: USA, Großbrittanien und Frankreich. Deutschland ist ja, wie wir alle wissen, indirekt auch daran über Kommandostrukturen in der Nato beteiligt. Also sind wir dabei und die offizielle Version ist wieder nur ein Märchen. "Kein Krieg für Öl oder Wasser"

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