Militäreinsatz: Warum die Franzosen nach Mali zogen

Militäreinsatz
Warum die Franzosen nach Mali zogen

In Malis Hauptstadt Bamako dominieren noch immer Freude und Dankbarkeit über die Intervention Frankreichs. Die Menschen wissen aber auch, dass der blau-weiß-rote Militäreinsatz nicht nur humanitäre Hintergründe hat.
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BamakoBlau-Weiß-Rot dominiert noch immer das Straßenbild und die Plätze Bamakos. Die Farben Frankreichs signalisieren an vielen Stellen die Dankbarkeit der Menschen in der turbulenten Hauptstadt Malis - die trotz des gegenwärtigen Krieges im Norden einen friedlichen und wie immer geschäftigen Eindruck macht. Fast jeder der oft Malier in dieser umtriebigen Wüstenstadt antwortet positiv auf die Frage nach Frankreichs Militäraktion.

„Jeder ist zufrieden mit der französischen Intervention, jeder, das sehen Sie schon an den vielen Fahnen in den Straßen“, sagt ein Kellner in einem Restaurant. „Ohne Frankreichs Eingreifen wäre es in Mali zum Bürgerkrieg zwischen den Bevölkerungsgruppen im Süden und Norden gekommen“, betont der Soziologe Prof. Naffe Keita von der Universität Bamako.

„Diese Rebellen sind Banditen, ich bin so glücklich über die Intervention“, sagt auch der in Mali bekannte Musiker Tiale Arby.

Malis Präsident Dioncounda Traoré wird zwar von kaum jemanden wegen seines Hilferufs an Paris kritisiert. Aber es gibt auch viele, die auf die besondere Interessenlage Frankreichs hinweisen. Es gehe sicher um mehr als nur humanitäre Hilfe und solidarischen Beistand gegen islamistische Extremisten und den Kampf gegen den Terrorismus, betonen vor allem Akademiker.

Sie verweisen auf die drohenden Folgen eines instabilen Mali mit seinen fast 16 Millionen Einwohnern für ganz Westafrika - und damit auch für die vielen wirtschaftlichen und strategischen Interessen Frankreichs auf dem Kontinent.

„Paris hat auch ein strategisches Interesse an der Stabilisierung Malis“, betont der Autor Doumbi Fakoli. „Präsident François Hollande würde nicht zulassen, dass seine Soldaten von Islamisten für nichts getötet werden“, sagt der 69-Jährige. Sicher sei auch ein wichtiger Faktor, dass es im Norden Malis noch große Ölvorkommen geben soll.

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  • Die radikalen Islamisten und Fanatiker von Al Khaida müssen gejagt und eliminiert werden, bevor diese Terrobanden das Mittelmeer erreichen!

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