Militärhilfen
Rice investiert Milliarden am Golf

Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hat die angekündigten Militärhilfen für bestimmte Länder in der Golf-Region verteidigt. Obwohl die USA rund 50 Milliarden Dollar für neue Waffen zahlen, solle so langfristig die Region stabilisiert werden.

HB SHANNON. Die USA fühlten sich der Aufrechterhaltung der militärischen und strategischen Balance in der Region verpflichtet, sagte Rice bei einem Zwischenstopp im irischen Shannon, von wo aus sie nach Ägypten weiterflog. Die USA würden mit den Ländern im Kampf gegen Extremismus zusammen arbeiten. Dabei seien die Hilfen nicht an Gegenleistungen geknüpft. „Wir alle haben das gleiche Interesse an einem stabilen Irak, der sich selbst verteidigen kann“, sagte Rice. „Die Anstrengungen werden dabei helfen, moderate Kräfte zu stärken und eine breite Strategie gegen die negativen Einflüsse von Al Kaida, Hisbollah, Syrien und Iran unterstützen.“

Nach Angaben von Rice werden die USA Ägypten mit 13 Milliarden Dollar und Israel mit 30 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren unterstützen. Das ist eine Aufstockung der bisherigen Militärhilfen. Zudem sollen Saudi Arabien und andere Länder der Golfregion unterstützt werden. In Deutschland hatte die große Koalition mit scharfer Kritik auf das Vorhaben reagiert.

Rice und Verteidigungsminister Robert Gates werden am Dienstag zu einem Ministertreffen des Golf-Kooperationsrates in Ägypten erwartet. Mit ihrer Teilnahme an dem Treffen arabischer Staaten in Scharm el-Scheich soll vor allem Saudi-Arabien Unterstützung signalisiert werden. Von dem Königreich erhoffen sich die USA mehr Rückhalt für die US-gestützte irakische Regierung. An den Gesprächen nehmen neben Vertretern der Kooperationsrats-Mitglieder Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate auch Minister Ägyptens und Jordaniens teil.

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