Militärische Spannungen
Südkoreas Präsidentin verliert ihren Verteidigungsminister

Er musste sich mit einer Vielzahl von Vorwürfen auseinandersetzen: Während die Spannungen mit Pjöngjang anhalten, stockt die Regierungsbildung erneut: Der designierte Verteidigungsminister tritt zurück.
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SeoulZum Zeitpunkt erhöhter militärischer Spannungen mit Nordkorea hat der designierte südkoreanische Verteidigungsminister Kim Byung Kwan am Freitag seinen Rückzug erklärt.

Um einen reibungslosen Ablauf der Staatsangelegenheiten zu ermöglichen, trete er als designierter Verteidigungsminister zurück, erklärte Kim, der zuletzt mit verschiedenen Vorwürfen konfrontiert worden war. Unter anderem arbeitete er für einen Waffenhändler, zudem kamen zuletzt Vorwürfe wegen heimlicher Anteile an einem Gasunternehmen in Birma auf.

Die neue südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye nahm Kims Rücktrittsgesuch an und bat den derzeitigen Verteidigungsminister, seine Amtszeit zu verlängern. Der Rückzug Kims ist ein weiterer Schlag für Park, nachdem sich die Besetzung wichtiger Posten in ihrem neuen Kabinett bereits als schwierig erwies.

Dies lag unter anderem an einer Blockade im Parlament angesichts ihrer Vorschläge zur Regierungsumbildung, die am Freitag aber schließlich genehmigt wurde.

Auch vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen mit Nordkorea ist der Rückzug des designierten Verteidigungsministers und Vier-Sterne-Generals eine Schlappe für Park.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel hatte sich zuletzt weiter angespannt, nachdem Pjöngjang als Reaktion auf eine Verschärfung der UN-Sanktionen nach einem unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufkündigte. Zuvor hatte Nordkorea bereits den USA mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Diese südkoreanische Räuberbande ist schon ein Ärgernis für Park und Kim Jong.

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