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04.10.2007 
Myanmar

Militärjunta will „Versöhnungsgespräche“

Die Militärjunta in Myanmar will einen Dialog mit der seit Jahren unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi beginnen. Allerdings rechtfertigten die Generäle erneut das brutale Vorgehen gegen Demonstranten und stellten Bedingungen an die Opposition. Auch Festnahmen und Bedrohungen gingen weiter.

Demonstrant in Myanmar mit einem Protestplakat gegen die Militärjunta. Foto: dpa Lupe

Demonstrant in Myanmar mit einem Protestplakat gegen die Militärjunta. Foto: dpa

HB RANGUN. Der Myanmarnische Juntachef General Than Shwe hat sich unter bestimmten Bedingungen zu einem Treffen mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bereit erklärt, berichteten staatliche Medien in Myanmar. Thahn Shwe habe dem Uno-Gesandten Ibrahim Gambari gesagt, er werde Suu Kyi persönlich treffen, wenn sie von ihrer Haltung der „Konfrontation, Verwüstung und Sanktionen“ abrücke.

Die Nobelpreisträgerin steht weiter bewacht von hunderten Polizisten unter Hausarrest. China hatte das Treffen von Gambari mit dem General am Dienstag als „positiven Schritt“ gelobt. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte dagegen, einen Erfolg könne man die Reise sicher nicht nennen. Gambari sollte am Donnerstag Ban unterrichten und dann mit dem Sicherheitsrat die Lage in Myanmar erläutern.

Indes berichtete der französische Botschafter in Myanmar von tausenden Festgenommenen in den vergangenen Tagen. Die Polizei habe zudem ein Ausgehverbot genutzt, um Razzien in Klöstern durchzuführen, sagte Jean-Pierre Lafosse dem Radiosender RTL. Mönche seien mit Lastwagen fortgebracht worden.

Die Sicherheitskräfte waren vor einer Woche gewaltsam gegen die Demonstranten vorgegangen. Dabei wurden laut Lafosse mehr Menschen getötet und verletzt, als von der Militärjunta eingeräumt. Eine Schätzung gab er nicht ab. Die Myanmarnische Regierung nennt bislang eine Zahl von zehn Toten, Dissidenten gehen von bis zu 200 Toten aus.

Der französische Botschafter rief die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf die Machthaber zu erhöhen, um eine Verschlimmerung der Lage zu verhindern. EU-Außenkommissar Javier Solana erklärte am Donnerstag in Paris, die EU wolle einen Gesandten nach Myanmar schicken.

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