Militärkonflikt: Malis Flüchtlingen fehlt Uno-Krisengeld

Militärkonflikt
Malis Flüchtlingen fehlt Uno-Krisengeld

Abermals hat es in Mali Tote gegeben. Im Nordosten des Landes kamen bei einem Selbstmordanschlag mehrere Menschen ums Leben. Tausende sind auf der Flucht - aber die Uno hat ein Problem mit den Hilfsgeldern.
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GaoIn der Stadt Kidal im Nordosten von Mali sind nach übereinstimmenden Angaben bei einem Selbstmordanschlag mehrere Menschen getötet worden. Wie aus Militärkreisen verlautete, sprengte sich am Dienstagabend ein Attentäter in einem mit Sprengstoff präparierten Auto an einem Kontrollpunkt im Osten der Stadt in die Luft.

Der Kontrollpunkt wird demnach von der von Tuareg dominierten Befreiungsbewegung MNLA gehalten. Nach Angaben von Ärzten riss der Attentäter sechs "Kämpfer" mit in den Tod und verletzte elf weitere Menschen.

Die MNLA sprach in einer "vorläufigen Bilanz" von mindestens sieben Toten in ihren Reihen. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Die MNLA hatte im vergangenen Jahr an der Seite islamistischer Gruppen den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht, war dann aber von den Islamisten verdrängt worden.

Die MNLA stellte sich dann auf die Seite Frankreichs, als die französische Armee am 11. Januar in den Konflikt eingriff und die Islamisten aus den wichtigsten Städten im Norden des Landes vertrieben wurden. Mittlerweile ist sie unter anderem in Kidal wieder präsent.

Die Vereinten Nationen beklagten unterdessen eine mangelnde finanzielle Unterstützung seitens der internationalen Gemeinschaft für das westafrikanische Krisenland. Von einem Aufruf von Hilfen in Höhe von 373 Millionen Dollar (knapp 286 Millionen Euro) seien erst 17 Millionen Dollar eingetroffen, sagte der Vorsitzende des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), John Ging, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in New York.

Seinen Angaben zufolge wurden bereits 170.000 Malier aus dem Kampfgebiet zur Flucht in die Nachbarländer gezwungen. Weitere 260.000 Zivilisten seien im Inland auf der Flucht.

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