Militärübung angekündigt
Obama demonstriert Stärke gegenüber Nordkorea

US-Präsident Barack Obama hat Südkorea den vollen Rückhalt der USA im Konflikt mit Nordkorea zugesagt. Die Unterstützung der USA sei „unerschütterlich“. Um eine Eskalation zu vermeiden, ruft Obama Südkorea zu einer maßvollen Reaktion auf. Trotzdem wollen Südkoreas und die USA am Sonntag ein gemeinsames Militärmanöver starten.
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HB SEOUL. Nach den Granaten auf Südkorea hagelt es Warnungen an Nordkorea: Vor allem die USA zeigten sich am Dienstag empört über den Artillerieüberfall Nordkoreas auf die südkoreanische Insel Yonpyong vor der Westküste der Halbinsel. US-Präsident Barack Obama äußerte sich "empört" über den Angriff. „Südkorea ist unser Bündnispartner seit dem Korea-Krieg“, erklärte Obama in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC News und unterstrich, der Verteidigung des Bündnispartners verpflichtet zu sein. Die USA würden mit Südkorea „Schulter an Schulter“ stehen.

Währenddessen sind auf Yeonpyeong südkoreanischen Angaben zufolge die Leichen zweier südkoreanischer Zivilisten gefunden worden. Das berichtete der südkoreanische Fernsehsender YTN am Mittwoch. Bei dem Angriff waren am Dienstag zwei südkoreanische Soldaten getötet und 18 weitere Menschen verletzt worden.

Über einen möglichen militärischen Gegenschlag wollte Obama aber nicht spekulieren. Die USA haben mehr als 29 000 Soldaten in Südkorea stationiert. Dennoch soll eine geplante gemeinsame Militärübung südkoreanischer und amerikanischer Truppen in den Gewässern westlich der Halbinsel vom 28. November bis 1. Dezember ungeachtet der jüngsten Konfrontation stattfinden. Die USA schicken dazu auch den atombetriebenen Flugzeugträger „USS George Washington“ mit 75 Kampfflugzeugen und einer über 6000 Mann starken Besatzung ins Gelbe Meer, wie die amerikanischen Streitkräfte in Korea (USFK) am Mittwoch mitteilten. Zwar war die Übung bereits lange vor dem „unprovozierten Artillerieangriff“ vom Dienstag geplant, sie demonstriere aber die Stärke der Allianz beider Länder, hieß es. Das Manöver unterstreiche zudem ihre „Verpflichtung zur Stabilität in der Region durch Abschreckung“. Es sei verteidigungsorientiert. Nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap wurde China informiert.

In einem Telefonat mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak bekräftigte er die amerikanische Solidarität mit dem Verbündeten. Trotz der kriegerischen Rhetorik aus Seoul und Pjöngjang kündigte Washington indes eine "maßvolle und gemeinsame" Antwort an, bei der China und die anderen Länder der Sechs-Parteien-Gespräche eingebunden sein sollen. Bei dem Angriff waren zwei südkoreanische Soldaten ums Leben gekommen.

Durch die Zusammenarbeit mit den Partnerstaaten "wählen wir eine überlegten, langsamen Weg, um auf diese jüngste Provokation zu reagieren", sagte US-Außenamtssprecher Mark Toner in Washington. "Nordkoreas Verhalten war sehr, sehr schlecht; provokativ und kriegerisch." An den Sechser-Gesprächen sind die USA, Nordkorea, China, Südkorea, Japan und Russland beteiligt. Das Nachbarland China äußerte sich "besorgt" über den Granatenbeschuss, Japan verurteilte das Vorgehen. Russland rief beide Seiten zur Besonnenheit auf.

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  • Guten Tag,... gebt den Saecken einfach nichts mehr zu fressen. Hungert sie aus, anstelle von " Humanitaerer Hilfe "- besten Dank

  • Schon sehr erstaunlich, um nicht zu sagen amüsant, wie krampfhaft linke Gutmenschen sich auf die Seite des geisteskranken "geliebten Führers" schlagen. Ob diese Dummköpfe erst dann wach werden, wenn die erste A-bombe in Tokio eingeschlagen hat?

    ist schon ein guter Mensch, dieser Kim, so gnädig und fürsorglich zu seiner bevölkerung. Denen geht´s ja so gut da, keiner hungert, keiner friert. Der kann doch nichts böses im Schilde führen.

    Manch einen Pro-Kim-Schreiberling sollte man direkt nach Pyöngyang ausbürgern!

  • Man kann auch Zweifel an der einseitigen Schuld der Nordkoreaner haben,wie man auf vielen Seiten im Netz lesen kann! Erst die mysteriöse Versunkung eines sürdkoreanischen Kriegsschiffes und jetzt das. So unschuldig wie Südkorea immer dargestellt wird ist es gar nicht. Es gibt keinen Friedensvertrag und keine von beiden anerkannte Grenze, bzw. Grenzverlauf. Und wer ist immer mittendrin? Genau, die Amerikaner, welchen wir blind vertrauen in aussenpolitischen Angelegenheiten.

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