Militante Hamas führt in Umfragen
Fatah kann Kandidatenliste nachreichen

Ein palästinensisches Sondergericht hat am Montagabend die Nominierungsfrist für die Parlamentswahlen in den Palästinensergebieten am 25. Januar verlängert. Die Fatah-Partei des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas kann damit doch noch mit einer einheitlichen Kandidatenliste antreten. Eigentlich war die Abgabefrist am 14. Dezember abgelaufen.

HB RAMALLAH. Wegen des Streits zwischen den Parteiveteranen um Abbas und der so genannten jungen Garde konnte sich die Fatah jedoch damals nicht auf eine Liste einigen. Die junge Garde legte eine eigene Liste vor. Die zerstrittenen Gruppierungen einigten sich jedoch inzwischen und Abbas kündigte an, die Fatah-Listen umzustrukturieren. Offen war nur, ob dafür noch ausreichend Zeit bleibt. Dies bejahte das Gericht jetzt.

Von dem Streit innerhalb der Fatah profitiert die militante Hamas-Bewegung. Nach einer am Montag veröffentlichten Meinungsumfrage der An-Nadschah-Universität in Nablus würde sie derzeit bei der Wahl die meisten Mandate gewinnen. In der Erhebung wird jedoch noch von zwei getrennten Fatah-Listen ausgegangen. Demnach käme die Hamas auf 31 Prozent der Stimmen, die Liste der jungen Garde der Fatah um den in Israel inhaftierten Marwan Barghuti erhielte 27 Prozent und die Liste um Abbas nur 18 Prozent.

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