Militante schwören Rache
Israelische Rakete tötet Scheich Jassin

An Morgen ist der geistliche Führer der militanten Palästinenser-Organisation Hamas, Scheich Ahmed Jassin, von Isralelis in Gaza-Stadt getötet worden. Tausende aufgebrachte Palästinenser demonstrieren in der Stadt.

HB GAZA-STADT/JERUSALEM. Mindestens acht weitere Menschen, darunter Leibwächter Jassins kamen nach Augenzeugenberichten bei dem gezielten Angriff der israelischen Armee ebenfalls ums Leben. Die Palästinenser-Regierung verurteilte das israelische Attentat als „gefährlichen, feigen Akt“. Israels Vize-Verteidigungsminister Seew Boim sagte, Jassin habe hinter den Terror-Strukturen im Gaza-Streifen gestanden. Hamas-Anhänger kündigten an, „Tod in jedes Haus“ in Israel zu bringen. Palästinensische Organisationen riefen als Reaktionen einen dreitägigen Generalstreik aus. Schulen blieben geschlossen.

Augenzeugen berichteten, israelische Kampfhubschrauber hätten Raketen auf Jassin abgefeuert, als dieser eine Moschee verließ. Ein Reuters-Korrespondent sah die Reste des blutgetränkten Rollstuhls Jassins. Ein Anwohner berichtete über den Augenblick nach dem Attentat: „Er (Jassin) lag auf dem Boden und sein Rollstuhl war zerstört. Die Menschen rannten in alle Richtungen davon. Dann landeten zwei weitere Raketen.“

Militante schwören Rache

Die Leiche Jassins wurde ins Schifa-Krankenhaus von Gaza-Stadt gebracht. „Der Scheich ist tot. Der Scheich ist tot“, riefen trauernde Hamas-Anhänger vor der Moschee. Zehntausende Menschen strömten auf die Straßen - viele mit Tränen in den Augen. Bewaffnete gaben Schüsse in die Luft ab. „Wir werden den Tod in jedes Haus, jede Stadt, jede Straße in Israel bringen“ war über Lautsprecher zu hören. Zehn Menschen wurden den Berichten zufolge verletzt, darunter auch zwei Söhne Jassins.

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