Milliarden-Kreditprogramm des IWF
Frisches Geld für die Türkei

Die Türkei und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich am Dienstag auf ein neues milliardenschweres Kreditprogramm geeinigt. Damit soll dem Land der Schuldendienst für bestehende Verbindlichkeiten erleichtert werden, wenn das laufende IWF-Programm im Volumen von 19 Mrd. Dollar im Februar ausläuft.

HB ANKARA. Der neue Bereitschaftskredit über zehn Mrd. Dollar habe eine Laufzeit von drei Jahren, sagte der für die Türkei zuständige IWF-Vertreter Reza Moghadan. Der türkische Wirtschaftsminister Ali Babacan fügte hinzu, die Gelder würden in zwölf Tranchen zur Verfügung gestellt. IWF-Chef Rodrigo Rato erklärte auf der Internetseite des IWF: „Das neue Kreditprogramm sollte es der Türkei ermöglichen, von finanzieller Unterstützung des Fonds unabhängig zu werden“.

Analysten hatten mit einem höheren Volumen gerechnet, nachdem türkische Regierungsvertreter zuvor Beträge zwischen zehn und 15 Mrd. Dollar ins Gespräch gebracht hatten. Sie sahen die Vereinbarung aber im Einklang mit dem Ziel der Regierung in Ankara, die Verbindlichkeiten beim Fonds zu reduzieren.

Die Stimmung an den türkischen Finanzmärkten hellte sich nach der Vereinbarung mit dem Fonds auf. Diese wurde nur wenige Tage vor dem Gipfel der Europäischen Union (EU) getroffen, der vermutlich die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen beschließen wird.

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