Milliardeneinnahmen
Schweden steigt bei Großbank Nordea aus

Schweden hat sein letztes Anteilspaket der Großbank Nordea verkauft. Der Staatskasse bringt die Veräußerung Milliardenbeträge ein. Wofür der Erlös verwendet werden soll, hat die Regierung bereits entschieden.
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StockholmSchweden hat sich komplett aus der Großbank Nordea zurückgezogen und durch den Anteilsverkauf Milliarden in die öffentlichen Kassen gespült. Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Staatsbesitz geht für die größte skandinavische Bank damit eine Ära zu Ende. Die Nordea-Beteiligung war ein Relikt aus der Bankenkrise zu Beginn der 90er Jahre in Schweden. Der Staat war nach dem finnischen Versicherer Sampo zweitgrößter Aktionär. Mit den nun erlösten umgerechnet 2,5 Milliarden Euro will die Mitte-Rechts-Regierung vor der Wahl im nächsten Jahr die Schulden weiter abbauen.

Die Regierung von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt verkaufte im großen Stil Tafelsilber, um sich Luft im Haushalt zu verschaffen. Insgesamt nahm Schweden durch den in Etappen vollzogenen Ausstieg bei Nordea fast sieben Milliarden Euro ein. Weitere Verkäufe, etwa bei der Fluggesellschaft SAS, stehen aber vorerst nicht an. Der für die Finanzmärkte zuständige Minister Peter Norman sagte, er sehe keine Möglichkeit, vor der Wahl in September 2014 auch den Anteil an der angeschlagenen SAS zu verkaufen.

Das letzte Nordea-Anteilspaket in Höhe von sieben Prozent wechselte nun zu einem Preis von 76 Kronen pro Aktie den Besitzer – ein Abschlag von vier Prozent zum Schlusskurs vom Dienstag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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