•  
  • Digitalpass
  • Finanzen
  • Unternehmen

    STELLENMARKT

    Mit dem Jobturbo durch-
    suchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
  • Politik

  • Technik
  • Auto
  • Sport
  • Panorama
  • Social Media
    Einstellungen
    Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
    Folgen Sie Handelsblatt:
  • Video
  • Service

Euro-Gruppe stützt Zyperns Hilferuf an Russland

Milliardenkredit
Euro-Gruppe stützt Zyperns Hilferuf an Russland

Auch aufgrund des Widerstands der Bundesregierung zögert die Euro-Gruppe mit Hilfszusagen an Zypern. Statt dessen solle sich der hochverschuldete Staat an Moskau wenden. Russland hat seine ganz eigenen Interessen.
  • 12

BerlinDie Euro-Länder stärken dem hochverschuldeten Zypern bei seinen Gesprächen mit Russland über die Verlängerung eines Milliarden-Kredits den Rücken. In einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages heißt es, die zyprische Regierung habe in der Euro-Gruppe berichtet, sie habe Russland um eine Verlängerung des existierenden Kredits um fünf Jahre gebeten.

"Die Regierung Zyperns hat dabei die Unterstützung der Eurogruppe", heißt es in dem Brief. Der Kredit hat ein Volumen von 2,5 Milliarden Euro uns sollte eigentlich 2016 zurückgezahlt werden.

Zypern verhandelt derzeit auch mit seinen Euro-Partnern und dem IWF über Finanzhilfen von 17,5 Milliarden Euro. Eine Verlängerung des russischen Kredits würde den akuten Druck auf das hochverschuldete Land verringern.

Zuletzt hatte Russlands Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew nur zurückhaltende Bereitschaft zu weiteren Finanzhilfen für Zypern. signalisiert. "Wir denken, dass die größte Last für die Lösung dieser Probleme von Zypern und den EU-Staaten übernommen werden sollte", sagte Medwedew im Interview mit dem Handelsblatt. "Doch wir weigern uns nicht, unter bestimmten Umständen zu helfen."

Erst müssten aber von der EU die Bedingungen für eine Unterstützung vereinbart werden. "Früher kann es von uns kein Geld geben", sagte Medwedjew.

Medwedjew warnte davor, auch die Anleger bei zyprischen Banken - darunter sind viele russische - bei der Lösung der Probleme zur Kasse zu bitten. "Natürlich wäre es schlecht, wenn die Anleger Geld verlieren", sagte er. Jetzt müsse aber erst einmal die EU ihre Forderungen an das Land formulieren.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hielt am Montag an seiner Haltung fest, zunächst müsste geprüft werden, ob durch die Probleme in Zypern die Euro-Zone insgesamt in Gefahr ist. Schäubles Sprecher
Kotthaus verwies auf Regelungen im Vertrag zum Rettungsfonds. Danach seien Hilfen nötig, um die finanzielle Stabilität der Eurozone als Ganzes zu wahren: „Das ist eine rechtlich bindende Voraussetzung.“

Diese Frage sei auch immer Teil der Prüfung eines Antrages. Bei einem Staat von der Größe Zyperns müsse die Frage vielleicht noch klarer gestellt werden.

Über „Systemrelevanz“ eines Landes entscheide die Euro-Gruppe einstimmig. Zu Berichten über einen Konflikt zwischen EZB-Präsident Mario Draghi und Schäuble vergangene Woche beim Finanzministertreffen sagte Kotthaus: „Wenn man die beiden Herren vom Typus her kennt, ist die Schilderung mit "aneinandergeraten" etwas ungewöhnlich.“

Schäuble hält laut „Spiegel“ Zypern nicht für systemrelevant. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) soll dem Bericht zufolge deutlich widersprochen haben. Die Euro-Gruppe befasst sich im März wieder mit möglichen Zypern-Hilfen.

Seite 1:

Euro-Gruppe stützt Zyperns Hilferuf an Russland

Seite 2:

Troika geht Geldwäschevorwürfen nach

Kommentare zu "Euro-Gruppe stützt Zyperns Hilferuf an Russland"

Alle Kommentare
  • Komm schon BRD....zahl schon.... das selbe Spiel läuft schliesslich schon Millionenfach mit "Migranten" ab und das seit Jahrzehnten...also wieso nicht gleich auf ganze Länder ausweiten. Da die nicht alle auf einmal kommen können, schicken wir die Kohle jetzt zu...so einfach ist das.

  • Wenn Zypern "systemrelevant" ist, dann ist jeder und alles in der Euro-Zone systemrelevant und muss "gerettet" werden.
    Das ist natürlich Blödsinn und nicht zutreffend.Die radikalen Eurologen hatten Griechenland als systemrelevant ausgegeben, obgleich man hier berechtigte Zweifel haben konnte.
    Das gleiche Spiel wird jetzt mit Zypern getrieben und "Rettungsmilliarden" sollen verpulvert werden, um zypriotische Banken und deren "ganz besonderes" Geschäftsmodell zu sanieren und weiter künstlich am Leben zu erhalten.

  • Wie vorherige Meldungen. Zuerst wehrt sich die Bundesregierung, oder tut so um zuhause zu punkten, dann knicken die aber doch ein und verpulvern die deutschen Steuergelder.

  • So isses.
    Das Plündern hört aber auf, wenn wir arm sind. Oder, bis wir uns zur Wehr setzen.

  • Naja, das Deutsche Volk hat ja diese Regierung gewählt, die diesen Eurosozialismus fördert. Also ist es nur logisch, dass das Deutsche Volk es verdient hat, dass es für halb Europa den Finanzausgleich zahlt. Mit der schönen Niedrigzinspolitik unterhalb der Inflationsrate werden ja schon die Sparkonten geplündert. Als nächstes zieht die Inflation kräftig an und kassiert so die Rentner ab, deren Rente leider eingefroren werden muss: Und die nächste Wahl wird wieder so ausgehen, dass die Eurosozialisten die Mehrheit haben. Ich möchte nicht so sehr auf die Politiker schimpfen. Mich interessiert vielmehr, was sich die Wähler so denken, bzw. ob sie überhaupt denken.

  • Das mit der Geldwäsche ist doch schon wieder so ein Trick des USA-hörigen IWF um das Land wieder als Schurkenstaat dazustellen und seine Verhandlungsposition zb in Sachen Explorationsrechte bei Erdöl und Ergas entscheidend zu schwächen. In Deutschland leben doch viel mehr Russen als in Zypern und die investieren doch zB rund um Berlin auch kräftig. Und geldswäschemäßig ist Deutschland doch laut EU-Berichten doch alles andere als ein Musterkabe. Was soll die Scheinheiligkeit. Die Russen werden zahlen, da sie an den Erdöl- und Erdgasmarkt heranwollen. Das Spiel geht schon seit 2007 zwischen USA und Russland und befindet sich jetzt wohl in der entscheidenden Phase. Die Amis sind raus aus dem Spiel.

  • Hat man ja in Niedersachsen gesehen. Wie viel % hatten noch mal die "Freie Wähler" als ESM-skeptosche Partei?
    ;-)


  • Welch interessantes Geplänkel / Schaulaufen.


    Spätestens wenn insgeheim die israelische Regierung bei der Bundesregierung anklopft und seine Finanzgelder dubioser israelischer Oligarchen rettet, siehe hierzu auch juengste Verlautbarung israelischer Finanzminister zur "EU Intergration/ Solidaritaet" , rutscht Berlin auf dem Kotauteppich 17 MRD Hilfe aus und stellt sich solidarisch weltmännisch.

    Nehme Wetteinsätze entgegen....

  • "Die Regierung Zyperns hat dabei die Unterstützung der Eurogruppe"

    Was heißt das konkret? Heißt das, die Euro-Grupe (also auch Deutschland) besichert den Kredit und haftet, wenn er nicht zurückgezahlt wird? Dass würde zu Schäubles bisheriger unsauberer Strategie in der Euro-Krise passen: In der Öffentlichkeit den (wenn auch vergleichweise zahmen) Widerstandkämpfer mimen und unter dem Tisch gleichzeitig die zukünftige deutschen Steuerkasse plündern und (natürlich alternativlos) an Zocker, Ignoranten und Mafiosi verschenken .

  • Die "Wähler" denken nicht, das haben sie längst verlernt oder nie gekonnt. Es wird für sie gedacht,und auf zwar eine Art und Weise, dass ihnen nicht nur das Denken vergeht, sondern auch das Hören und Sehen, nicht besser als die drei bekannten Affen.
    Jetzt darf sich der gemeine Wähler z.B. aufregen über Sexismus, festgemacht an Brüderles "Bargesprächen".
    Die Riesenzahl an Kommentaren und das Getwittere zeigen wofür sich die "Masse" der Wähler wirklich "interessiert".
    Ob durch "Eurorettung" Milliarden im versiften Süden versenkt werden. Wen kümmert das? Eine winzige Minderheit. In Niedersachsen vielleicht 1,1% der Wahlbürger, die schon längst keine Bürger mehr sind, und ihre eigenen Interessen im Auge haben, sondern nur noch Wahlschafe, die zur Schur getrieben werden, wenn ihnen nichts schlimmeres passiert und sie auf der Schlachtbank landen, um ausgeweidet zu werden.

Serviceangebote