Mindestens 22 Tote
Anschläge und Kämpfe in Kolumbien

Bei vier Autobombenanschlägen mutmaßlicher linker Rebellen und Kämpfen mit dem Militär sind binnen drei Tagen in Kolumbien mindestens elf Zivilisten, acht Rebellen und drei Soldaten getötet worden. Weitere 28 Menschen seien verletzt worden, berichteten nationale Medien am Montag.

HB/dpa BOGOTÁ. Die Bombenfahrzeuge waren an Fernstraßen sowie in kleinen Ortschaften abgestellt und wurden offenbar ferngesteuert gezündet, als sich Menschen näherten.

Die Behörden machten in allen Fällen die marxistischen „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) für die Taten verantwortlich. Niemand bekannte sich zu den Anschlägen. In den betroffenen Regionen sind auch Einheiten des kleineren, an Kuba orientierten Nationalen Befreiungsheeres (ELN) und der extrem rechten Paramilitärs aktiv.

Am Montag traf der US-Generalstabschef, General Richard Myers, zu Gesprächen in Bogotá ein. Die USA unterstützen mit Milliardenbeträgen Kolumbiens Kampf gegen den Drogenanbau und die Rebellen. US-Soldaten und hunderte ziviler US-Berater sind in dem südamerikanischen Land im Einsatz. Für den 20. August hat sich US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld angesagt.

Bei Kämpfen um eine wichtige Brücke im Norden des Landes starben nach Angaben der Streitkräfte ein Soldat und vier FARC-Rebellen. Die anderen beiden Soldaten seien in Sprengfallen und Minenfeldern der Rebellen getötet worden. Weitere vier Rebellen seien bei Gefechten im Zentrum und im Süden des Landes erschossen worden.

Das südamerikanische Land leidet seit fast 40 Jahren unter einem bürgerkriegsähnlichen Konflikt, in dem sich Rebellen und das Militär sowie in den vergangenen Jahren zunehmend auch die Paramilitärs bekämpfen. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht.

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