Mindestens 40 Menschen in Hilla getötet
Terror-Welle erschüttert den Irak

Kurz vor der Machtübergabe ist der Irak am Wochenende von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert worden. Bei der zeitgleichen Explosion zweier Autobomben in der irakischen Stadt Hilla sind am Samstagabend mindestens 40 Menschen getötet worden.

HB BAGDAD/KAIRO/NEWMARKET-ON-FERGUS. Mehr als 30 weitere Iraker seien bei dem Anschlag in der Nähe einer Moschee im Zentrum der Stadt verletzt worden, berichtete ein Sprecher der polnisch geführten multinationalen Division am Sonntag. Hilla liegt in einer Unruheregion südlich von Bagdad, in der es immer wieder zu Angriffen auf US-Konvois, irakische Polizisten, Kommunalpolitiker und Ausländer gekommen war. Für ein Motiv gab es keine Anhaltspunkte.

Eine Stunde nach dem Anschlag entdeckten Milizionäre des irakischen Zivilschutzes in der nahe gelegenen Ortschaft El Mahawil drei Sprengsätze am Straßenrand. Die Bomben konnten entschärft werden. „Eine Detonation an dieser Stelle hätte Tod und Verletzungen für viele unschuldige Iraker bedeutet“, erklärte der Sprecher der multinationalen Divison.

Terroristen sollen nach einem Bericht von El Dschasira drei Türken entführt haben. Die Gruppe El Tawhid wa El Dschihad habe mit ihrer Ermordung gedroht, falls nicht alle türkischen Firmen, die mit der US-Armee zusammenarbeiten, binnen 72 Stunden den Irak verließen. Als Anführer der Terrorgruppe gilt der Terrorist Abu Mussab el Sarkawi. Die Gruppe hat bereit eine amerikanische sowie eine südkoreanische Geisel im Irak enthauptet.

Der Kultusminister der kurdischen Regionalregierung entging in der nordirakischen Stadt Erbil am Samstag offenbar knapp einem Anschlag. Sein Leibwächter kam bei der Bombenexplosion ums Leben, berichtete der arabische Nachrichtensender El Dschasira. Der Minister und neun weitere Menschen seien verletzt worden. In Bakuba, 60 Kilometer nördlich von Bagdad, griffen Dutzende Kämpfer den Sitz der Provinzregierung und eine Polizeiwache an. Bei anschließenden Kämpfen mit US-Einheiten und irakischen Sicherheitskräften kamen nach US- Militärangaben sechs Aufständische ums Leben. Drei Iraker starben bei einem Angriff der Aufständischen auf ein Büro der Schiiten-Partei SCIRI in der Stadt.

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