Mindestens 41 Tote
Tote bei Seegefecht in Sri Lanka

Bei einem schweren Seegefecht zwischen tamilischen Rebellen und der Marine Sri Lankas hat es am Samstag vor der Nordwestküste Sri Lankas mindestens 41 Tote gegeben.

HB COLOMBO. Der Zwischenfall ereignete sich nach Angaben eines Militärsprechers in einem Küstenabschnitt rund 320 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo. Es seien mindestens 30 Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) und wenigstens 11 Angehörige der sri-lankischen Marine getötet worden. Acht der elf Boote der Rebellen habe die Marine versenkt. Bei zwei weiteren militärischen Auseinandersetzungen an Land gab es mindestens 6 Tote und 44 Verletzte. Unmittelbar nach Beginn des Seegefechtes warfen unbekannte Täter eine Handgranate in eine Gruppe von Zivilisten, die Zuflucht in einer Kirche gesucht hatte. Nach Angaben eines katholischen Bischofs gab es dabei einen Toten und 44 Verletzte. Das Militär sprach von einem Ablenkungsmanöver der Rebellen. Bei einem anderen Überfall wurden fünf Fischer getötet.

Am Donnerstag waren bei dem bislang schwersten Zwischenfall seit Beginn eines brüchigen Waffenstillstandes zwischen der LTTE und dem sri-lankischen Militär 64 Menschen bei einer Minenexplosion in einem überfüllten Überlandbus getötet worden. Die Regierung machte die Tamilenrebellen für den Anschlag mit zwei ferngezündeten Landminen verantwortlich, die LTTE bezichtigte die Regierung der Tat. Vor dem vor etwa vier Jahren vermittelten Waffenstillstand hatten zwei Jahrzehnte Bürgerkrieg rund 69 000 Menschen das Leben gekostet. Die LTTE fordert weitgehende Autonomie des Nordens und Ostens der Insel, wo Tamilen die Bevölkerungsmehrheit stellen. Rund drei Viertel der etwa 20 Millionen Bewohner Sri Lankas sind Singhalesen. Sie bekennen sich überwiegend zum Buddhismus, während Tamilen vorwiegend Hindus sind.

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