Mindestens 43 Tote bei Attacke auf Rekrutierungsbüro im Irak
Neuer Anschlag erschüttert Bagdad

Nur einen Tag nach dem verheerenden Bombenanschlag auf eine Polizeistation in der irakischen Stadt Iskandarija, hat ein neuer Anschlag die irakische Hauptstadt erschüttert. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte zuvor eingeräumt, nicht alle Anschläge im Land verhindern zu können.

HB BAGDAD. Beim zweiten Autobombenanschlag binnen 24 Stunden hat am Mittwochmorgen ein Selbstmordattentäter mindestens 43 Menschen mit in den Tod gerissen und 35 Menschen verletzt.

„Eine Autobombe explodierte gegen 07.40 Uhr (Ortszeit, 05.40 Uhr MEZ) am neuen Rekrutierungsbüro der irakischen Armee in Bagdad“, sagte ein US-Sprecher. Vor dem Büro standen mehrere hundert Menschen Schlange. Ein mit rund 150 bis 250 Kilogramm Sprengstoff beladenes Auto sei plötzlich in das Gebäude hineingerast und detoniert, sagte ein Sprecher der US-Armee. In der Nähe des Büros befinden sich auch Büros einer fundamentalistischen Schiiten-Gruppe. Augenzeugen hatten zuvor von einer Explosion nahe dieser Büros berichtet.

US-Soldaten riegelten die Gegend nach Berichten von Augenzeugen ab. Dabei handelt es sich um ein kleines Flughafengelände, das Jahrzehnte lang verwaist war und seit kurzem von der neuen irakischen Armee genutzt wird.

Am Dienstag waren bei einem Autobombenanschlag vor einer Polizeiwache in Iskandarija südlich der Hauptstadt waren etwa 50 Menschen getötet und mindestens 75 Menschen verletzt worden. Beide Anschläge folgen einem Muster, da sie auf Iraker abzielen, die mit den US-geführten Besatzungstruppen kooperieren.

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