Mindestens 880 Ausländer werden noch vermisst - Auch Deutsche darunter
Kreditkarten für die Hurrikanopfer

Zahlreiche Flüchtlinge aus dem Katastrophengebiet im Süden der USA können bald wieder über eigenes Geld verfügen. Das Rote Kreuz verteilte am Donnerstag im texanischen Houston Kreditkarten an Flüchtlinge - und übernahm damit fast aus dem Stand eine Aufgabe, zu der sich die US-Behörde für Katastrophenmanagement aus logistischen Gründen nicht in der Lage sah.

HB WASHINGTON. Die Karten sind pro Familie mit bis zu 1 500 Dollar (rund 1200 €) aufgeladen und können zwölf Stunden nach Erhalt benutzt werden. Etwa 7 000 Flüchtlinge hatten teilweise seit 5 Uhr morgens in glühender Hitze für die Karten angestanden.

Ursprünglich wollte die vielfach wegen ihrer langsamen Reaktion kritisierte US-Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA) die Karten anbieten, hatte dann aber „logistische Probleme“ eingestanden und die Aktion verschoben.

Daraufhin hatte das Rote Kreuz die Karten kurzfristig ausgestellt. Die Amerikaner wollten eine schnelle Hilfe und deshalb sei das Rote Kreuz eingesprungen, sagte ein Sprecher. Das Geld soll den Flüchtlingen, die ihr Haus oft nur mit dem, was sie auf dem Leibe trugen, verlassen mussten, ermöglichen, Kleidung, Essen oder Bustickets zu kaufen.

Für die Katastrophengebiete wurden indes 25 000 Leichensäcke bereitgestellt - ein Zeichen dafür, dass die Behörden mit dem Schlimmsten rechnen. Bei der Suche nach Opfern machen die Helfer derweil immer wieder schreckliche Entdeckungen. In einem überfluteten Krankenhaus im Osten von New Orleans etwa wurden 14 Leichen gefunden, wie der US-Sender CNN am Donnerstag berichtete. Danach wurden die Toten von Shrimp-Fischern entdeckt, die bei der Suche nach Hurrikan-Überlebenden in der Stadt mithelfen. Zunächst unklar blieb, ob es sich um Patienten, Klinikpersonal oder beides handelt.

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